07.06.2024
Sondersynode zur Fusion von vier Kirchenkreisen in Südthüringen

Am Samstag, dem 8.Juni, versammelten sich die Kreissynoden des Evangelischen Kirchenkreises Henneberger Land, des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Hildburghausen-Eisfeld, des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Meiningen und des Evangelischen Kirchenkreises Sonneberg im Meininger Volkshaus zu einer Sondersynode.

Nach gemeinsamen Beratungen, die im Januar 2022 begannen, galt es nun mit dem Antrag auf Fusion der vier Kirchenkreise zum 1.01.2026 einen Doppelpunkt für eine gemeinsame Zukunft zu setzen. Die Synodalen stimmten mit übergroßer Mehrheit dem Antrag auf Fusion zu.

Ev. Kirchenkreis Südthüringen ist als Name für den neuen Kirchenkreis vorgesehen, der sich von Kaltenlengsfeld in der Rhön bis Neuhaus-Schierschnitz bei Sonneberg und von Zella-Mehlis bis Heldburg-Ummerstadt erstreckt. Sitz der Superintendentur des neuen Kirchenkreises wird Meiningen sein, für die Stellvertretungen im Leitungsamt ist jeweils ein Sitz in Sonneberg und Hildburghausen vorgesehen. Die Synodalen verabschiedeten außerdem mit sehr großer Mehrheit ein Eckpunktepapier für den künftigen Fusionsvertrag, in dem Grundsätze für die Leitungsstruktur, die Zusammensetzung der Synoden, die Bildung von Regionen und die Zuständigkeit des Kreiskirchenamtes Meiningen für den neuen Kirchenkreis festgelegt wurden.

Mit der Bildung des neuen Kirchenkreises sollen langfristig verlässliche Rahmenbedingungen für das kirchliche Arbeiten in Südthüringen geschaffen werden. Superintendentin Beate Marwede: „Kirchliches Leben für alle Altersgruppen mit Gottesdiensten, gemeinsamen Erleben, Feiern und gegenseitigem Beistand erleben Menschen vor allem im Nahbereich. Der Kirchenkreis hat eine dienende Aufgabe: Er sorgt für die finanziellen, personellen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Um all dieses gut leisten zu können, ist eine gewisse Größe notwendig.“

Die Kreissynoden der Kirchenkreise wählten im Volkshaus Mitglieder für den Nominierungsausschuss für die Wahl einer Superintendentin bzw. eines Superintendenten für den neuen Kirchenkreis, um so beim Besetzungsverfahren für den neuen Kirchenkreis zügig vorankommen zu können.

Die Präsides der vier Kreissynoden und das Team der Steuerungsgruppe betonten die überaus gute und konstruktive Zusammenarbeit auf dem Weg zum Fusionsbeschluss und freuen sich gemeinsam mit den Synodalen über das Ergebnis der Sondersynode und auf die gemeinsame Zukunft. Angestoßen wurde auf die gemeinsame Zukunft- alkoholfrei und beschwingt- mit Säften in allen Farben des Regenbogens.

 

Foto 1: Blick in die Versammlung der Kreissynoden

Foto 2: Die Präsides und Leitungspersonen der Kirchenkreise

v. links Superintendentin Beate Marwede (KK Meiningen und geschäftsführend im KK Henneberger Land); Präses Maria Schmalz (KK Henneberger Land); Präses Christine Fritz (KK Meiningen); 1. Stellv. Superintendent Nikolaus Flämig und Präses Andrea Sokoll (beide KK Hildburghausen-Eisfeld); Präses André Amberg und – knieend- amt. Superintendent Helmut-Otto Reich)

Zukunft Kirchenkreise - Bericht Freies Wort


Mehr Fotos

Blick in die Versammlung der Kreissynode  Ralf Gebauer