Die Kirchengemeinde Holzhausen Holzhausen
wird betreut vom:
Pfarramt Westhausen



Holzhausen – Kirche “St. Wolfgang und St. Jakobus”

Die einstige Gemeinde Holzhausen ist nach Heldburg eingemeindet, liegt zwischen der Stadt Bad Colberg-Heldburg in Thüringen und Bad Rodach in Bayern, direkt an der Landesgrenze der beiden Freistaaten.
Als “Holzhusen” findet man es im Jahr 1137 in bislang ältester urkundlicher Erwähnung, wo tauschweise Güter dieses Ortes vom Würzburger Bistum an das Kloster in Veßra kamen. 1317 wird es als “Holzhusin” im Besitz der Marschälle von Strauf (Straufhain) und anderer Adelsfamilien genannt.
Auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes liegt – umgeben vom Friedhof – die Dorfkirche. Sie ist den beiden Heiligen Wolfgang und Jakobus geweiht, besitzt also ein “Doppelpatrozinium”.
Um 1462 war der Vorgängerbau, eine kleine Kapelle, Tochterkirche (Filial) von Heldburg und Westhausen zusammen und dann in der Reformationszeit, 1529, wieder alleiniges Filial der Stadt Heldburg. 1722 wurde sie erweitert, praktisch neu gebaut und zur eigenständigen Pfarrkirche “erhoben”.
Das ehemalige Pfarrhaus (heute Privatbesitz) findet sich unterhalb der Kirche und der einstigen alten Schule. Die “Pfarrei Holzhausen” bestand bis etwa Ende des 19. Jahrhunderts. Heute wird der Ort geistlich und seelsorgerisch von Westhausen aus verwaltet.
Die Holzhäuser Kirche, wie sie sich heute darbietet, ist in Bauart und Ausgestaltung recht schlicht, hat aber auch ihre besonderen Qualitäten.
An den Feldern der Empore ist eine Besonderheit der Holzhäuser Kirche: In zwanzig Bildern ist der Lebens- und Heilsweg unseres Herrn Jesus Christus dargestellt, von der Verkündigung seiner Geburt bis hin zu seiner Auferstehung und Himmelfahrt. An der Ostseite der Empore findet sich die Inschrift: “Erbaut von Meister Rohrbach und Meister Johann Jakob von Heldburg 1716”. Aus dieser Zeit mögen auch die Bilder in den Emporenfeldern stammen.
Aus der alten Kapelle stammt mit Sicherheit der Taufstein, der laut Inschrift 1666 von einem Holzhäuser Bürger gestiftet wurde. Der Altar ist aus Stein, die wuchtige “Mensa” (Altarplatte) dem Augenschein nach sehr alt. Wie der Taufstein stammt auch diese mit Sicherheit aus der alten Holzhäuser Kapelle.
Erwähnenswert ist auch noch der ehemalige Adelsstand hinter dem Altar, unterhalb der Orgelempore. Er war in alter Zeit den “Burgleuten” (Beamte und Besatzung der benachbarten Veste Heldburg) vorbehalten.

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Die Kirchengemeinde LeimriethLeimrieth
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Pfarramt Bedheim-Pfersdorf


Leimrieth – Kirche “St. Valentin” (“Lutherkirchlein”)

Die kleine Ortschaft Leimrieth liegt etwa vier Kilometer südwestlich der Kreisstadt Hildburghausen und ist seit dem Jahr 1994 auch Stadtteil. In einem Hennebergischen Lehnsverzeichnis von 1317 wird der Ort als “Leymeriet am Leimbach, Lemrit” erstmalig erwähnt. Er könnte aber noch älter sein. 1560 wird er als “Leimeredt” bezeichnet. Dabei bedeuten die Worte, aus dem Althochdeutschen abgeleitet, Ried soviel wie “feuchte Wiese” und “leimo” gleich Lehm. Den Ortsnamen könnte man also mit den Worten “Lehmwiesen mit Riedgras” wiedergeben.
Das Gotteshaus liegt an der Straße, die von Hildburghausen nach Römhild führt. Immer wieder entzückt den Betrachter die originelle Außenansicht der kleinen Leimriether Kirche “St. Valentin”. Der Blick schweift vom wuchtigen gotischen Kirchendach über den fachwerkgestalteten Turm, der im Untergeschoss den Altarraum birgt, zum zierlichen aufgesetzten spitzen Dachreiter mit Turmknopf und Wetterfahne.
Diese eigenartige “Staffelung” des Baukörpers findet sich in unserer Gegend selten. Der Altarraum und das Langhaus stammen in ihren ältesten Teilen von einem Bau aus dem Jahre 1504 her. Dieser wurde dann 1524 von Probst Anthonius (nach anderer Überlieferung von einem Abt Johannes – wahrscheinlich aus Kloster Veilsdorf) dem heiligen Valentin geweiht.
Die Kirche in Leimrieth in ihrer derzeitigen Gestalt ging aus einem Wiederherstellungsbau von 1716 bis 1724 hervor, wie es eine lateinische Inschrift in einem ovalen Sandsteinschild oberhalb des Haupteinganges aussagt.
Im Inneren bietet die Valentinskirche Leimrieth das Bild einer schlichten evangelischen Dorfkirche. Dieser Eindruck blieb auch nach einer mehrjährigen Innenrenovierung erhalten.
Trotzdem erregen einige wenige Kunstgegenstände das Interesse des Besuchers, so das alte, sehr ausdrucksstarke Altarkreuz mit dem Korpus Jesu Christi, das man auf die Zeit um 1500 datiert und dem großen fränkischen Holzbildhauer Tilman Riemenschneider bzw. seiner Werkstatt zuschreibt. Die kleine Kirche ist mit zwei Emporen versehen, die auf zum Teil zopfartig geschnittenen Pfosten ruhen. An einem Pfosten steht die Zahl 1724.
Mit der Leimriether Kirche verbindet sich die Legende, dass Martin Luther in ihr gepredigt haben soll. Denkbar wäre dies nur 1530, als der Reformator auf der benachbarten Veste Coburg weilte. Es lässt sich ein Aufenthalt Luthers in Leimrieth aber weder beweisen noch völlig in das Reich der Sage verbannen. Als gesichert aber gilt, dass der Reformator das Leimriether Kirchlein 1542 nicht eingeweiht hatte.
Im Volksmund aber hat sich, in Anlehnung an einen möglichen Besuch Luthers im Ort, der Name “Lutherkirchlein” neben “St.-Valentins-Kirche” eingebürgert.
Die Leimriether hüten und verwalten ihre Ortskirche als einen kostbaren Besitz.

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Die Kirchengemeinde LengfeldLengfeld
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Pfarramt Themar


Lengfeld

Wandert man von Themar aus das Tal des Weißbachs hinauf, so sieht man bald in der Ferne die schlanke Spitze des Kirchturmes samt der Kirche des Dorfes Lengfeld am Fuß des Feldsteines gelegen.
Der Feldstein ist ein von Sagen umwobener, geologisch hoch interessanter Basaltfelsen.
Lengfeld wird in einer Urkunde des Klosters Fulda bereits 826 genannt. Im Jahre 1317 wird es wiederum erwähnt. Danach hat Graf Poppo von Henneberg seine Vogteirechte über “Lengivelt” an das Stift Schleusingen abgetreten.
Der etwa 600 Einwohner zählende gepflegte Ort verfügt auch heute noch über zahlreiche alte hennebergisch-fränkische Fachwerkbauten. Die Kirche liegt auf eine kleine Anhöhe und bildet zusammen mit dem ehemaligen Pfarrhaus, der alten Schule und dem einstigen Friedhofsgelände ein in sich geschlossenes Areal, umgeben von einer zwei bis drei Meter hohen Steinmauer.
Die Kirche von Lengfeld war ursprünglich die Mutterkirche der umliegenden Dörfer Kloster Veßra, Zollbrück, Neuhof, Ahlstädt, Keulrod, Bischofrod, Eichenberg und Grub. Das Erbauungsjahr der Kirche ist unbekannt.
Die ältesten Teile sind romanischer Bauart, so der im unteren Teil des Turmes befindliche Chor und die auf seiner Nordseite angebaute, tonnengewölbte Sakristei. An ihren Wänden wurden zehn Weihekreuze freigelegt. Bei den Renovierungsarbeiten wurde das Fundament des Altars freigelegt. Daraus ist zu schließen, dass es sich bei der Sakristei um die Urkapelle von Lengfeld handelt. Sie dient jetzt als Winterkirche und fasst etwa 20 Plätze.

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Die Kirchengemeinde Linden058 Linden
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Pfarramt Gleichamberg


Linden

Linden ist ein sehr alter Ort. Seine Entstehungszeit dürfte in die nachkarolingische Epoche fallen, also um 911, auch wenn es erst 1315/16 als “zu der Lynden”, 1335 und 1343 als “Linden” urkundlich ins Rampenlicht der Geschichte tritt.
Es gehörte in alter Zeit dem Stift in Würzburg, wurde dann an das Adelsgeschlecht derer von Reurieth als Lehen gegeben und von diesen 1401 und 1506 ganz den Grafen von Henneberg-Römhild überlassen. Von welcher Seite man sich Linden auch nähert, als Erstes erblickt man den wuchtigen Kirchturm. Der Ort selbst liegt geschützt in einer Mulde und bildet ein fränkisches “Straßenangerdorf”, d. h., die Fachwerkhäuser stehen mit der Giebelseite so, dass von den Häusern aus die Straße überblickt werden kann. Oberhalb einer mächtigen Linde befindet sich die einzige Verengung des Angers. Hier findet man die Kirche mit angrenzendem Friedhof, benachbart von der alten Schule mit Nebengebäuden und dem Schulhof.
Der genannte Bereich ist noch von einer alten Mauer umgeben, die möglicherweise in früheren kriegerischen Zeiten den Bewohnern Schutz bot und noch stärker ausgebaut war. Die genaue Entstehungszeit der Kirche in Linden ist nicht bekannt, doch lassen die dicken Mauern von Sakristei und Chorraum, der den Turm trägt, auf ein recht hohes Alter des Gotteshauses schließen. Nach Überlieferungen soll sich innerhalb dieser starken Mauern eine Kapelle befunden haben, die den Einwohnern des Ortes in Kriegszeiten als Zufluchtsort diente. Später sei eine Wand an der Westseite herausgebrochen worden und somit der eigentliche Kirchenraum geschaffen worden. Die Kapelle wurde 1667 aufgestockt zum Turm, indem zwei Stockwerke oder “Geschosse” in Eichenfachwerk darauf gebaut worden sind.
Im Inneren der Kirche überrascht die schlichte Gestaltung. Von den roten Steinfliesen des Fußbodens heben sich die unbemalt gebliebenen Holzeinbauten mit der feingegliederten Architektur der Emporen besonders ab und verleihen dem hohen Kirchenraum einen warmen Ton.
Das Patrozinium der Kirche in Linden ist bislang nicht bekannt. Die mündliche Überlieferung will wissen, dass die mittelalterlichen Pilger aus unserer Region auf ihrem Wege nach Würzburg gerne in der Lindener Kirche Station machten, um dort ihre Andacht zu verrichten. Für sie mag das Gotteshaus das gewesen sein, was der fromme Meister über der Tür des Westeinganges Jahrhunderte später einmeißeln ließ: “Wie heilig ist diese Stätte, hie ist nichts anderes denn Gottes Haus, und hie ist die Pforte des Himmels” (1. Mose 28,17).

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Die Kirchengemeinde LindenauLinden 01
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Pfarramt Heldburg-Ummerstadt








Linden 02

Lindenau-Friedrichshall – Kirche “St. Matthäus”

Nur wenige Kilometer südöstlich von Heldburg nahe der Landesgrenze Thüringen-Bayern liegt der Ort Lindenau mit seinem Ortsteil Friedrichshall, weithin durch seine Bitterwasserquelle bekannt. Diese Salzquelle kam 1152 von dem Besitzer Gerung an die Klöster Langheim und Ebrach zur gemeinsamen Nutzung. Somit wird Lindenau 1152 erstmals als “Lyndenowa” erwähnt, doch ist der Ort vermutlich noch älter.
Bis 1432 wurde die Saline zunächst als Salzwerk ausgenutzt, nach Pausen dann 1714 bis 1752 und 1761 wieder in Betrieb gesetzt und nach dem 1763 geborenen Erbprinzen (Sachsen-Hildburghausen) “Friedrichshall” genannt. Seit 1840 erfolgte dann die planmäßige Nutzung des Heilwassers, das von nun an auch in Apotheken und Drogerien erhältlich war.
1317 wird Lindenau als Ort mit 77 Gütern erwähnt, was bedeutet, das es ein für mittelalterliche Verhältnisse ziemlich großes Dorf war. Zahlreiche adlige Geschlechter waren zu jener Zeit dort belehnt. Den Hennebergern folgten 1374 die Wettiner, die bis 1918 Landesherren unseres Territoriums bleiben sollten.
Kirchlicherseits gehörte das Dorf Lindenau zur Pfarrei Heldburg. 1427 wird erstmals ein “plebanus” (Geistlicher) für Lindenau genannt. Damit dürfte der Ort in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts “aus der Pfarr Heldburg (aus-)gezogen” und zur selbstständigen Pfarrei erhoben worden sein. Die (alte) Kirche, die ursprünglich neben der ehemaligen alten Schule stand, war laut Inschrift einer aus dem Jahre 1490 stammenden Glocke dem Evangelisten Matthäus geweiht. Dieses alte Lindenauer Gotteshaus dürfte von Gaden umgeben gewesen sein und hatte demnach den Charakter einer Wehrkirche, in die sich die Bevölkerung in kriegerischen Zeiten zurückziehen konnte. Durch die Ereignisse der Reformation wurde Lindenau 1528/29 evangelisch. Die Visitationsakten erwähnen für Lindenau noch eine weitere Kirche. Sie dürfte südöstlich von Lindenau, außerhalb des Ortes also und in Richtung Autenhausen gestanden haben.
Heute erinnert daran noch die Flurbezeichnung “Neukirchen”. Sie liegt gegenüber der Saline, westlich der Kreck, auf einer Uferterrasse. Lange Zeit sollen von ihr noch Trümmer zu sehen gewesen sein, und ihre Glocke, wieder aufgefunden, sei auf den Turm der (alten) Lindenauer Kirche gekommen. Dieses Gotteshaus muss man sich als eine größere Wegekapelle vorstellen, wie sie im benachbarten Bayern häufig zu finden sind. Ihr Patrozinium ist nicht bekannt.
Von den ehemaligen Lindenauer Geistlichen ragen besonders heraus: Magister Johann Faber, der 1615 Hofprediger in Coburg und Professor am dortigen Gymnasium war. Martin Bötzinger, der als Pfarrer des Nachbarortes Poppenhausen von 1636 bis 1640 auch in Lindenau Dienst tat und wegen seines von ihm beschriebenen Lebensschicksals im Dreißigjährigen Krieg weithin bekannt wurde. Und schließlich Johann Christian Hattenbach, der bis zum Generalsuperintendenten in Meiningen aufstieg. Mit dem Tod von Pfarrer Richard Erk 1929 verstarb der letzte zu Lindenau ansässige Ortsgeistliche. Je nach Situation wurde Lindenau von Ummerstadt und Heldburg – gegenwärtig ausschließlich von Heldburg – geistlich versorgt.

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Die Kirchengemeinde MarisfeldMarisfeld
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Pfarramt Marisfeld


Marisfeld – Kirche St. Mauritius

Der Ort Marisfeldl iegt auf einer Kalkebene, rund 380 Meter über dem Meeresspiegel in der so genannten Marisfelder Mulde. Das über 1200 Jahre alte Haufendorf wurde bereits 796 in einer Urkunde des Klosters Fulda erwähnt, in späteren Urkunden finden sich weitere Benennungen: 814 “Maresfeldun”, 824 “Marahsfeld” und 1285 “Marchesfeld”.
Die Geistlichen kamen ursprünglich aus dem Kloster Veßra, bis 1539 der Ort kirchlich selbstständig wurde.
Die Orgel Eine Besonderheit aus dem Jahre 1719. Das Werk wurde von dem namhaften Orgelbauer Nikolaus Seeber (1680 – 1739) aus Römhild errichtet. Den Orgelprospekt mit den kunstvoll gestalteten Figuren und Verzierungen fertigte der Bildhauer Hans Justus Leib aus Streufdorf (1722). Zwei geschnitzte Engel zeigen die Wappen der Marschalk von Ostheim und der Herren von Bibra, was auf deren Stifterschaft hindeutet.
Ein besonderes Merkmal der Marisfelder Kirche sind ihre alten Glocken, die trotz der Kriege und Brände erhalten geblieben sind.
Die Größte hat am oberen Rand die Namen der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes und die lateinische Inschrift: “Christe cum tua pace. Maritius Patronus. A. Dom. MCCCCLXXXXVIII”. Ins Deutsche übersetzt: “Christus (sei mit uns) mit deinem Frieden. Moritz (Mauritius) ist der Patron (der Kirche) 1498.” Diese Glocke wird auch “Laurenzer” genannt, da sie angeblich aus der “Laurentius- (oder Lorenz) Kapelle”, einem Wallfahrtsort zwischen dem benachbarten Schmeheim und Dietzhausen, stammen soll, was aber eher für die kleine Glocke zutreffen könnte.
Darüber wird als volkstümliche Sage berichtet: Einst hütete ein Hirt bei der Laurenze seine Herde. Da bemerkte er einen metallenen Gegenstand, der aus dem Weideland hervorsah. Wahrscheinlich hatte ihn ein Wildschwein bloßgewühlt. Der Hirt grub weiter und legte zu seinem Erstaunen eine Glocke frei. Es war die uralte Turmglocke der Lauretius-Kapelle. Sowohl die Gemeinde Schmeheim als auch die Gemeinde Marisfeld wollten sich die Glocke aneignen. Um allen Streit aus dem Weg zu gehen, kam man dahin überein, die Glocke auf einen Wagen zu laden und durch ein lindes Pferd fortziehen zu lassen. Der Gemeinde sollte die Glocke gehören, nach der das blinde Pferd ungefähr die Richtung nehmen würde. Man führte es einige Male im Kreis herum, und dann konnte es seinen entscheidenden Weg nehmen. Da es aus Marisfeld stammte, lief es naturgemäß nach dem Dorf Marisfeld, dem die Glocke fortan gehörte.
Im Kirchturm befindet sich eine bemerkenswerte Fledermaus-Kolonie, deren Schutz sich die örtliche Kirchengemeinde in besonderer Weise angenommen hat. Neben der Kirche, angrenzend an die romantische Schlossparkanlage, steht das stattliche Schloss, das bereits 1397 bestand und 1641 fast gänzlich zerstört und 1665 wieder aufgebaut wurde.
Das Pfarrhaus, ein typischer fränkischer Fachwerkbau mit repräsentativen Schmuckelementen, geht auf das Jahr 1557 zurück.

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Die Kirchengemeinde MasserbergMasserberg
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Pfarramt Brünn



Masserberg – Bergkirche

So wenig man heute über den Ursprung des Ortsnamens Masserberg sagen kann, so bekannt ist dieser weit im ganzen Land, nicht zuletzt durch Else Buschhäuers Roman “Masserberg”. Mit dem Kurbetrieb, der schon seit Jahrhunderten durch das besondere Klima und die landschaftlich schöne Lage des Ortes etabliert ist, verbinden sich besondere Häuser, so das alte Kurhaus, aber auch die neuen Kurkliniken, und das begehrte Badehaus.
An zahlreichen Quellen entstand im 17. Jahrhundert eine Ansiedlung. Zunächst durch das Jagdhaus des Landesherren Graf Anton Günter I. von Schwarzburg-Sondershausen. Dazu kamen Unterkünfte für Rennsteig-Fahrer (Reiter und Kutschenbesatzungen), aber auch Handwerker, Holzmacher, Glasbläser usw. Im Jahre 1758 wurde dann in Masserberg eine erste Kirche erbaut, die aber 1880 zusammen mit dreizehn anderen Häusern des Ortes einer Feuersbrunst zum Opfer fiel.
Wenig später, am 9. Oktober 1883, wurde dann die heutige Bergkirche geweiht. Es handelt sich um ein schlichtes und relativ einheitlich gebautes Gotteshaus. Die Fassaden, das Satteldach und der spitze, sich über dem Hauptportal erhebende Turm sind völlig mit Schiefer verschlagen.
Im Inneren finden sich die in der Mitte platzierten Holzbänke und eine Empore, die die drei vom Altar abgewandten Seiten umspannt. Die Farbgebung, in den Jahren 1983/84 zum letzten Mal erneuert, ist bestimmt von weißen und grünen Tönen.

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Die Kirchengemeinde OberstatdtOberstadt
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Pfarramt Marisfeld


Oberstadt

Als “Obirstat” wird das Dorf erstmals im Jahre 1317 erwähnt. Schon 1380 war ein Gotteshaus vorhanden, dann ein Nachfolgebau, der wahrscheinlich kurz vor 1608 vollendet worden war und 1716 eine grundlegende Erneuerung erfuhr.
Dieses Gotteshaus brannte 1885 fast völlig ab. Nur ein Teil der Steinmauern und der massive Teil des Turmes blieben erhalten. Über den Neubau kam es zum Parteienstreit in der Gemeinde. Ein Teil der Einwohner wollte die neue Kirche an einer anderen Stelle erbauen; der andere Teil sprach sich für die Errichtung der neuen Kirche auf den Restmauern der alten aus. Schließlich entschied sich die Mehrheit der Gemeinde für den letzteren Vorschlag, und so konnte am dritten Adventssonntag 1887 das neue Gotteshaus im damals hochgeschätzten neugotischen Stil errichtet werden.
Sehenswert ist das als Zwillingsfenster gestaltete Altarfenster, 1887 zur Einweihung der Kirche gestiftet. Es wird der Werkstatt der Gebrüder Burckhardt, München, zugeschrieben. Es zeigt die Segnung der Kinder.
Im Inneren der Oberstädter Kirche waren die begehbaren Grabgewölbe, die noch von der älteren Kirche her stammen, um 1850 vermauert worden.
Im Ort selbst befand sich früher noch ein Rittergut, das seit 1317 im Besitz von verschiedenen Adelsfamilien genannt wird. Aus der “Kemnate”, 1397 als Raubburg zerstört, wurde im 15. und 16. Jahrhundert eine Wasserburganlage erbaut, die später zu einem stattlichen Wohnschloss ausgebaut wurde. Die Verbindung der jeweiligen Schlossherren mit der Kirche war früher sehr eng. Diese hatten Patronat über die Kirche, Adelsstand und Begräbnisanlage meist in der Kirche; trugen aber auch finanziell zum Erhalt der Ortskirche bei.
Erst in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg verschlechterte sich der Bauzustand des Schlosses und es drohte zur Ruine zu verfallen. Seit einigen Jahren wird nun die gesamte Schlossanlage von einem privaten Investor restauriert. Unter anderem wurde von ihm im Erdgeschoss eine kleine, sehr hübsche neue Schlosskapelle eingerichtet und nach katholischem Ritus geweiht.

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Die Kirchengemeinde PfersdorfPfersdorf
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Pfarramt Bedheim-Pfersdorf


Pfersdorf – Kirche “St. Nikolaus”

Pfersdorf ist seit einigen Jahren Ortsteil der Kreisstadt Hildburghausen.
1157 noch Hengesdorp, 1302 Pferdesdorp und von Markgraf Hermann von Brandenburg seinem Vogt Christian zu Coburg gegeben, 1323 unter Graf Berthold von Henneberg mit seinen Einkünften nach Schmalkalden gewiesen. Hengesdorp (1358 als Pferdisdorf erwähnt) weist in Zusammensetzung mit Pferd wohl auf starke Pferdezucht in alter Zeit.
Oberhalb des Ortes, praktisch als das höchstgelegene Gebäude in Pfersdorf, liegt die Sankt-Nikolaus (Nikolai)-Kirche.
Die genaue Entstehungszeit der Kirche in Pfersdorf ist unbekannt, doch dürfte diese noch vor der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes liegen. Die heutige Gestalt des Gotteshauses, besonders die Barockformen am Turm und Schiff, geht auf eine grundlegende Erneuerung im Jahr 1714 zurück. Damals wurde das Kirchenschiff auch erheblich vergrößert und wahrscheinlich die beiden Emporen eingebaut.
Zwei Besonderheiten zeichnen die Pfersdorfer Nikolaikirche aus: Unter den drei Glocken im Turm befindet sich die 1506 von dem fränkischen Gießermeister Peter Goreis geschaffene alte Bronzeglocke. An ihrer lateinischen Inschrift sind der Glockenname “Maria Magdalena” sowie der Schutzheilige des Gotteshauses, “Sant Niclas” (Bischof Nikolaus von Myra, 6. Dezember), ablesbar. Die zweite Besonderheit ist die romanische Sakristei, die 1974 bis 1978 in ihrem bedrohten Bauzustand gesichert und gründlich restauriert wurde. Dabei wurden ein so genanntes Sakramentshäuschen und ein sehr altes Fenster aus vorreformatorischer Zeit freigelegt. Nach einem alten Inventarverzeichnis befand sich früher ein “steinerner Tisch-Altar” in der Sakristei der Pfersdorfer Kirche und belegt damit, dass dieser altehrwürdige Raum mit seinem rippenförmigen Kreuzgewölbe die erste Kirche (Kapelle) des Ortes gewesen sein muss.
Das Pfersdorfer Gotteshaus ist vom Dorffriedhof umgeben, den eine mächtige Trockenmauer (1578 schon bezeugt) umschließt. 1612, sechs Jahre vor Beginn des Dreißigjährigen Krieges, wurde das Pfersdorfer Gotteshaus “Pfarrkirche”. Vorher war es, zusammen mit Leimrieth, Tochtergemeinde der fünf Kilometer entfernten Stadt Hildburghausen.
Zu Pfersdorf gehört politisch und kirchlich das benachbarte ehemalige Rittergut “Friedenthal”. Frühere Namen: Kälberhof, Frankenberg, Hof zu Kalb derer von Grimmelshausen, 1770 Fasanerie des Prinzen Joseph von Hildburghausen, später im Besitz der Familie Rühle von Lilienstern und anderer Familien. Erst ab 1800 kam der Name Friedenthal auf. Die Friedenthaler Gutsherren waren früher auch die adeligen Kirchenpatrone der Pfersdorfer Kirche, hatten ihren besonderen Stand und bis etwa 1750 das Recht auf Begräbnis in der Kirche selbst, bzw. eine besondere Gruftreihe auf dem Friedhof.
Erwähnenswert ist noch die Wüstung “Brünnhof” unweit von Pfersdorf. Nach mündlicher Überlieferung soll früher einmal dort ein kleines Schloss gestanden haben. Heute ist der Brünnhof ein beliebtes Ausflugsziel.

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Die Kirchengemeinde ReuriethReurieth
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Pfarramt Gleichamberg


Reurieth

Unten im 720 Einwohner zählenden Dorf liegt die Kirche auf einer Anhöhe neben einer kleinen Burgruine. Letztere verrät (durch ihren beschleunigten Verfall kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges) nur noch wenig an der ursprünglichen Gestalt. Hinter dem kleinen Friedhof der Kirche fällt das Gelände steil ab. Durch den Talgrund fließt die Werra, die von der Friedhofsmauer aus deutlich zu sehen ist. Reurieth ist eine fränkische Siedlung, die vermutlich um 700 entstanden ist. Die Herren der Burg (Haus “Rurit”) werden bereits 1171 erwähnt, “Rugerit” als Ort 1177.
Die Kirche ist eine der ältesten in der Gegend um Themar. Wann genau Turm und Sakristei entstanden sind, weiß man heute nicht mehr. Gewissheit gibt es aber darüber, dass 1287 ein gewisser CUNRADUS Leutpriester in “Rugeriet” war.
Eine kunstgeschichtliche Rarität stellt die Holzdecke dieses Raumes aus dem Jahr 1596 dar. Bemalt ist sie “mit christlichen Symbolen, Wappen, Ornamenten und Arabesken”. Noch heute ist die Farbgebung im Originalzustand, wenngleich eine Restaurierung nunmehr geraten scheint.
Das Kreuzrippengewölbe im Altarraum verdient nicht weniger Beachtung. Anfang des 19. Jahrhunderts war das Gewölbe noch weiß getüncht, bei der Renovierung der Kirche 1934 wurde die darunterliegende Bemalung freigelegt. Zu erkennen sind die Ornamente der vier Evangelisten und verschiedene Pflanzendarstellungen. Die kunsthistorische Einordnung der Bemalung steht bislang noch aus.
Töne für das Innere der Kirche erzeugt die Orgel aus dem Jahr 1878 (Theodor Kühn, Schmiedefeld/R.). Mögen auf ihr auch immer wieder die Werke von JOHANN ZACHARIAS FRANCK zu hören sein, der, 1686 in Reurieth geboren, fünfzig Jahre lang als Hoforganist und Komponist in Bad Dürkheim (Pfalz) gewirkt hat. Eine Gedenktafel ist ihm zu Ehren am Gotteshaus angebracht.

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Die Kirchengemeinde Roth Roth 01
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Pfarramt Bedheim-Pfersdorf






Roth 02Ansprechpartner vor Ort:
Herr Manfred Eppler
Vorderdorf 24
98630 Römhild / Gleichamberg
OT Roth
Tel.: 03685/701215


Roth – Kirche “St. Marien”

Roth im Landkreis Hildburghausen gehört zu den insgesamt 21 Orten mit dem gleichen Namen in Deutschland und liegt an der Ostseite des Gleichbergmassivs.
Urkundlich erstmals 1144 erwähnt, könnte der Ort mit der in der Schenkung des Adalolt im Jahr 867 genannten Rodung gemeint sein – und auch mit den 21 Gütern von Roth, die Graf Gottwald von Henneberg 1135 bzw. 1141 dem Kloster Veßra als Lehen geschenkt hat.
Wer die St.-Marien-Kirche in Roth besucht, freut sich über den neuen Treppenaufgang, der 2003 mit Hilfe von Spenden der örtlichen Jagdgenossenschaft erbaut wurde.
Besonders fällt die mit vielen geschnitzten Figuren versehene Kanzel auf. Diese hatte Christian Schick “vor sein eigen Geld in die Kirche machen lassen”, wobei der Bildhauer Hermes Just aus Streufdorf die Figuren gestaltete. 1999 hat Restaurator Rolf Möller aus Dillstädt einen Teil des Kanzelkorbes sehr schön restauriert. Die Besonderheit ist der Taufengel, auf dem die Kanzel steht. Sein rechter Arm ist mit einem Gelenk versehen, der auf einen Ständer heruntergeklappt werden kann, auf dem die in der Hand gehaltene Taufschale dann aufliegt. Im Jahr 1777 hatte Heinrich Polycarp Merkel, Hofbildhauer zu Hildburghausen, die Kanzel neu ausgemalt und wahrscheinlich erst dabei diese Attraktion geschaffen sowie die Engelsflügel abgenommen.
Altarraum und Sakristei, wohl die ältesten Teile der Kirche, schon vor 1250 im romanischen Stil erbaut, bildeten die Kapelle, die der Heiligen Jungfrau Maria geweiht und eine Tochtergemeinde von Bedheim ist.

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Die Kirchengemeinde SchlechtsartSchlechtsart
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Pfarramt Westhausen


Schlechtsart

Die Schlechtsarter nennen ihre Umgebung “die kleine Schweiz”. Damit haben sie völlig Recht. Inmitten der schönen fränkischen Landschaft bildet die Gegend um den kleinen Ort Schlechtsart noch einmal ein besonders herrliches Territorium.
Wenige Kilometer von Westhausen entfernt und begegnet uns im Jahr 1260 als “Schlechtshart”, 1317 als “Sleitishart” erstmals in der Geschichte. Die Grundherrschaft – der Ort besaß bis 1816 auch einmal ein Rittergut – wechselte im Laufe der Jahrhunderte. So waren im 14. Jahrhundert das Stift in Schmalkalden und die Herren von Schaumberg zuständig.
Das Patrozinium der Schlechtsarter Kirche konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Die Schlechtsarter Kirche, wie sie sich jetzt im Äußeren und Inneren dem Betrachter zeigt, stammt aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts und ist an Stelle eines noch älteren Bauwerks am 10. Oktober 1606 eingeweiht worden. Dennoch gibt es einige Reste des Vorgängerbaus.
Zunächst einmal fällt die Schlechtsarter Kirche, von welcher Seite aus man sich ihr auch nähert, durch ihren schönen Fachwerkturm auf.
Der Chorraum, über dem sich der Turm erhebt, stammt noch aus der romanischen Stilepoche und ist dem Vorgängerbau der heutigen Kirche zuzurechnen. Er hat ein Tonnengewölbe und an der Südseite eine später erweitertes Rundbogen-Fenster. Der Altar steht vor dem rundbogigen Triumphbogen, den man mit seinen beiden Kämpfergesimsen ebenfalls in die romanische Zeit – und damit in die alte Schlechtsarter Kirche – einordnen dürfen.
Durchschreitet man den fast vier Meter langen Raum, so gelangt man in die Sakristei, und zwar in die neue, 1999 erbaute Sakristei, da die alte (1720 erbaut) baufällig geworden war. Sehr geschickt haben die Schlechtsarter diesen Neubau im Innern zu einem kleinen, heizbaren und sehr ansprechenden Gemeinderaum gestaltet. Er dient als Winterkirche und wird zu den verschiedenen Gemeindeveranstaltungen genutzt. Aus denkmalpflegerischen Gründen musste er allerdings dieselben Maße erhalten, wie der alte, eingelegte Sakristeibau, der aus geputztem Fachwerk bestand.
Die Orgel der Kirche wurde in den Jahren 1856 bis 1860 durch den Schmiedefelder Orgelbaumeister Michael Schmidt errichtet. Heute mahnt sie mit ihren fehlenden Prospektpfeifen zur Erinnerung an die Unart, während der Kriege wertvolle Metalle von Glocken und Orgeln aus den Kirchen für Rüstungszwecke zu missbrauchen.
Auch in Schlechtsart ist schon in der Frühzeit der Reformation evangelisch gepredigt worden. Seit dem Dreißigjährigen Krieg geschah die geistlich-seelsorgerliche Versorgung vom benachbarten Westhausen aus, wie es auch heute noch der Fall ist. Interessant ist, was in alten Berichten darüber gesagt wird: Der Pfarrer predigte zwei Sonntage hintereinander in Westhausen, am dritten Sonntag jedoch in Schlechtsart, “wobei jede Gemeinde der andern in die Kirche, wo gepredigt wird, folgen muss!” (Anmerkung 1) Das klingt sehr modern und würde manches Problem in der kirchlichen Gegenwart lösen! Die Kirchengemeinde Schlechtsart und die politische Gemeinde sind sich des Wertes ihres Gotteshauses bewusst und haben alles getan, um diesen Sakralbau zu erhalten und zu verschönern. Denn allen ist klar: Was wäre die schöne “Schlechtsarter Schweiz” ohne ihr altehrwürdiges, schmuckes Kirchlein?

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Die Kirchengemeinde SchmeheimSchmeheim
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Pfarramt Marisfeld


Schmeheim Kirche “St. Nikolaus”

Nach einer Schenkungsurkunde von König Konrad wird Schmeheim als “Smecheim” 914 erstmals urkundlich erwähnt. Als “Smeheim” taucht es dann 1259 in der Geschichte auf. Im 13. und 14. Jahrhundert war der Ort Sitz einer hier vorkommenden Adelsfamilie gleichen Namens, die aber um 1400 ausgestorben ist.
Mitten im Dorf, auf einem kleinen Hügel, liegt die dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche. Wann sie erbaut worden ist, lässt sich nicht mehr feststellen. 1418 wurde der Kirchhof in einer Lehensurkunde benannt, was die Existenz der Kirche voraussetzt. Im Jahr 1697 wurde die Kirche erweitert und 1836 sowie 1876 grundlegend renoviert. 1911 erfolgte der Anbau eines Treppenhauses.
Die alten Bronzeglocken der Schmeheimer Kirche wurden im Ersten und Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken eingeschmolzen. Die neue kleine Glocke ist im Jahr 1921, die große im Jahr 1958 eingebaut worden. Sie werden über Seile mit der Hand gezogen.
Die Orgel stammt aus dem Jahr 1787. Von ihr ist nur noch der barocke Prospekt erhalten. Im 19. Jahrhundert wurde sie umgebaut. Ihr Blasebalg wird noch mechanisch per Pedal mit Luft gefüllt.
Auf einem Schmeheimer Bauernhof wurde 1997 der über 400 Jahre alte Taufstein gefunden und in die Kirche zurückgebracht. Er war bereits im 18. Jahrhundert durch einen neuen, hölzernen Taufstock ersetzt worden, diente zwischenzeitlich als Futtertrog und Blumenkübel. Er trägt die Jahreszahl 1593.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort bis auf drei Häuser gänzlich zerstört. Aus dieser Zeit ist uns die “Sage von der Trompeteneiche” überliefert, die von der Not unserer Heimat erzählt. Deshalb soll sie hier erzählt werden: “

Am Fuße des Kirchberges, und zwar dort, wo das Bräutigamstal in den Springgrund einmündet, stand einst eine Eiche, wo angeblich der Kurfürst von Sachsen bei Jagden in der Gegend zur Tafel blasen ließ. Eines Tages sprengte ein fremder Reiter den Wiesengrund herauf. Er musste von weit gekommen sein. Sein Wehrbehang war fremd, seine Kleider verschmutzt. Scheu schauten ihm die Bauern entgegen. Er winkte ihnen, aber sie trauten sich nicht hinzu. Da sah er vor sich eine mächtige Eiche aufragen. Sie mochte wohl an die tausend Jahre als sein. Mit einer letzten Anstrengung schwang er sich auf einen mächtigen Ast hinauf, setzte sein Horn an den Mund und blies immer stärker und lauter. Dann stürzte er plötzlich vom Baum herunter. Beherzte Männer sprangen hinzu. ‚Friede, Friede ist im Land‘, hauchte der Fremde und brach tot zusammen. Lange starrten die verhungerten und halb verwilderten Bauern den Fremden an, sie schüttelten ihn, aber der Mund blieb stumm. In dieser Nacht brannten hell die Freudenfeuer. Unter der alten Eiche kreisten die Becher.”

Oberhalb von Schmeheim liegt der Platz der alten Wallfahrtskapelle St. Lorenz (Laurentius), die aber nach der Reformation an Bedeutung verlor und bereits 1565 verfallen war. Der Volksmund schreibt die große Glocke in der Marisfelder Kirche dieser Kapelle zu.

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Die Kirchengemeinde SchönbrunnSchoenbrunn
wird betreut vom:
Pfarramt Schönbrunn


Schönbrunn – Kirche “St. Jakobus”

Der Ortsname Schönbrunn ist eigentlich eine sehr junge Verbindung der Ortsnamen Schönau und Neubrunn (Oberneubrunn und Unterneubrunn). Ursprünglich handelte es sich um eine Ansammlung von mindestens sechs kleineren Orten in den Tälern von Schleuse, Tanne und Gabel, die sich vom Rennsteig Richtung Süden den Thüringer Wald abwärts hinziehen.
An zentraler Stelle befand sich schon seit Mitte des 15. Jahrhunderts eine kleine Kapelle. Ob diese mit dem Namen des Schutzpatrons Sankt Jakobus, dem Patron der Pilger und Fuhrleute, verbunden war, ist unsicher. Erst mit der Erweiterung der Kapelle bzw. dem Bau der Kirche am Ende des 15. Jahrhunderts lässt sich die Bezeichnung “Jakobuskirche” nachweisen.
Mit dem Wachsen des Erzbergbaus und des Hüttenbetriebes kamen in dieser Zeit in zunehmendem Maße Fachleute in die Region, unter ihnen aus dem Erzgebirge die beiden Nürnberger Kaufleute Georg Holzpuger (Holzschuher) und Ulrich Erker. Besonders mit ihren Mitteln und auf ihre Initiative hin wurde die St.-Jakobus-Kirche erbaut und um 1490 vollendet, was die Jahresangabe über dem Sakramentshäuschen im Chorraum verrät.
Der Altar und das darauf befindliche Kruzifix sowie der Taufstein stammen aus den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Besonders die Anschaffung des neuen Taufsteins hatte sich notwendig gemacht, da man aus Geldnot das im Rokokostil gefertigte Lesepult mit einem integrierten Taufbecken an die Kirchengemeinde Hildburghausen verkauft hatte. Dieses bemerkenswerte Pult steht heute in der “Christuskirche” der Kreisstadt

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Weitere Details der Gemeinde Schwarzbach www.kirche-bruenn.de 

Die Kirchengemeinde SchwarzbachSchwarzbach
wird betreut vom:
Pfarramt Brünn


Schwarzbach

Neben dem ehemaligen Rittergut und Schloss von Schwarzbach, das heute seine alte Pracht nur noch erahnen lässt, lag schon im späten Mittelalter eine kleine Wallfahrtskapelle. So kamen die Fuhrleute von der nahegelegenen Hohen Straße bzw. Salzstraße nicht nur zur seit dem Jahr 1400 bestehenden Brauerei, sondern auch zur Kapelle.
Die Grundmauern des aus dem 13. Jahrhundert stammenden gotischen Baus bilden heute den Chorraum der Kirche. Im Jahr 1517 war die kleine Kapelle von einer süddeutschen Bauhütte erweitert und schon 1580 zum ersten Mal erneuert worden.
Der schlichte Grundriss mit Langhaus und Chor mit aufgesetztem Turm wird durch eine kleine Sakristei an der Südseite ergänzt. Seit ihrer Erbauung wurde die Kirche mehrfach erweitert und erhöht.
Interessant ist der alte Gutsstand auf der Südseite der ersten Empore, der heute als Winterkirche und Gemeinderaum dient. Er wurde 1610 von der Marschallin von Herren Gosserstedt angebaut, um dem herrschaftlichen Zuhörer einen Platz gegenüber dem Prediger zu sichern.
Von Bedeutung für die Geschichte des Ortes und der Kirche ist die Überlieferung, dass im Jahr 1763 der Vater des Dichtergelehrten Friedrich Rückert in Schwarzbach als Sohn eines Schullehrers geboren und in der Kirche getauft worden ist. Für die Kirche und ihre Gemeinde ist die Aufschrift auf der großen Glocke auch für die kommende Zeit Vermächtnis: “O Land, höre des Herren Wort.”

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Die Kirchengemeinde SeidingstadtSeidingstadt
wird betreut vom:
Pfarramt Streufdorf 

Ansprechpartner:
Erich Angermüller
stellvertretender Vorsitzender GKR Seidingstadt
Hauptstr. 49
98646 Seidingstadt
Tel.: 036875-60889


Seidingstadt

Wer denkt wohl am jährlichen Oktoberfest auf der “Theresienwiese” in München an das kleine Seidingstadt im Südthüringer Land? Und doch wäre dieses wohl größte deutsche Volksfest nicht entstanden, hätte es nicht jene Prinzessin Therese, Tochter des Herzogs Friedrichs und seiner Gemahlin Charlotte von Sachsen-Hildburghausen, gegeben. Sie wurde am 8. Juli 1792 im Seidingstädter Schloss geboren und nach ihrer Vermählung mit dem bayerischen Kronprinzen im Jahr 1810 ab 1825 Königin des Bayernlandes.
Das Schloss selbst, das der erste Hildburghäuser Herzog Ernst (1680 – 1715) erbauen ließ, steht heute nicht mehr. Die Reste dieses Baues, dessen Besitzer in späterer Zeit wiederholt wechselten, wurden nach vorausgegangenem Brand bis Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts leider beseitigt.
Lediglich der “Schlosspark zu Seidingstadt” erinnert an die einstige Sommerresidenz der Hildburghäuser Herzöge. Er war ursprünglich nach englischem Vorbild angelegt worden und dient noch heute zahlreichen kulturellen Veranstaltungen im Lauf des Jahres.
Seidingstadt wurde im Jahre 800 als “Siduchesstadt” erwähnt, wo Güter von der Äbtissin Emhild (Kloster Milz) an die Abtei in Fulda abgegeben wurden. In späteren Zeiten wandelte sich der Ortsname in “Sidungestat”, 1317 in “Sydingistadt” und war schon früher ein bedeutender Ort. Das steigerte sich noch durch die fürstlichen Aufenthalte – besonders von 1712 an.
Aus diesem Grunde erhielt der kleine Ort mitsamt der ihm kirchlich zugehörigen Ortschaft Völkershausen, zwischen Heldburg und Seidingstadt gelegen, eine eigene Pfarrei, die etwa bis zum Ende des Herzogtums Sachsen-Hildburghausen (1826) bestand. Heute wird Seidingstadt mit Völkershausen seelsorgerlich und kirchlich von Streufdorf aus betreut, wie es 1535 bereits der Fall war.
Die Seidingstädter Ortskirche war während der Zeit der fürstlichen Aufenthalte, meist im Sommer, gewissermaßen die zweite Hofkirche (neben der Christuskirche in Hildburghausen) des Herzogtums. Der Landesfürst, seine Familie und der “Hofstaat” gingen mit zu den Gottesdiensten im Ort.
Bei der Öffnung des Kirchturmknopfes anlässlich von Restaurierungsarbeiten im Jahr 1995 fand sich in einer “Denkschrift” vom 30. August 1814 folgender “Nachtrag”: “Eines von den seltenen Ereignissen des hiesigen Ortes ist, dass unsere durchlauchtigste Prinzessin Louise in der Kirche zu Seidingstadt öffentlich confirmiert und eingesegnet wurde und sodann hier zum ersten mal mit höchstdero durchlauchtigsten Aeltern und Geschwistern comuniziert (d. h. am Heiligen Abendmahl teilnahmen)”.
Das jetzige Kirchgebäude wurde im Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet. An einem Sparren des Kirchendaches fand sich die Jahreszahl 1703. 1836 wurde die Kirche abermals erneuert. Dabei erhielten das Kirchenschiff eine zweite Empore und der Turm das oberste Stockwerk.
Von Seidingstadt aus hat man einen guten Blick auf den Straufhain. Diese 450 Meter emporsteigende Basaltkuppe – dicht an der Landesgrenze von Thüringen und Bayern – krönt eine seit dem Bauernkrieg von 1525 in Trümmern liegende Burg. Sie hatte zeitweilig für unser Gebiet eine große Bedeutung. Diese Burg (1156 “Struphe, Strufe, Struff” genannt) hatte eine sehr interessante und wechselvolle Geschichte. Sicher hatte auch diese Bergfestung eine Burgkapelle, die aber heute – auch an den baulich gesicherten Ruinenresten – nicht mehr nachzuweisen ist. Heute trägt der kommunale Gemeindeverband, zu dem auch Seidingstadt gehört, den Namen des Berges “Straufhain”.

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Die Kirchengemeinde SimmershausenSimmershausen
wird betreut vom:
Pfarramt Bedheim-Pfersdorf 

Ansprechpartner:
Frau Erika Oestreicher
Mittlere Ortsstraße 14
98630 Römhild /Gleichamberg
OT Simmershausen
Tel : 036875/60068


Simmershausen – Kirche “St. Marien”

Die Anlage des Straßendorfes Simmershausen weist hin auf die fränkische Siedlungstätigkeit des 9. und 10. Jahrhunderts. Eine Urkunde im Kloster Fulda aus dem Jahr 874 mit der ersten Nennung des Namens “Sigimareshusun” bestätigt das hohe Alter des Ortes, der sich vom Personennamen “Sigmar” ableitet.
Die Kirche “St. Marien” ist auf erhöhter Stelle errichtet. Auf einer Inschrift an der Kirche findet sich die Jahreszahl 1514. Der untere Teil des Turmes gehört wohl noch zur damals gebauten Kapelle. Weiterhin kann man die Jahreszahl 1697 an der Sakristei entdecken. Dies könnte ein Hinweis auf einen Um- oder Neubau sein, unter anderem des spätgotischen Kreuzgewölbes im Altarraum.
Das wertvollste Schmuckstück ist die aus Sandstein kunstvoll gemeißelte Kanzel mit den Reliefs der vier Evangelisten an den Seitenteilen und der Jahreszahl 1601.
Im Kriegsjahr 1944 kam es zum Absturz und der Explosion eines amerikanischen Bombers unweit des Dorfes. Dabei wurden die Fenster auf der Südseite der Kirche zerstört. 1959 wurden umfangreiche Veränderungen im Kirchenschiff, besonders durch den Einbau des Gemeinderaumes unter der Orgelempore vorgenommen.

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Die Kirchengemeinde St. BernhardSt Bernhard
wird betreut vom:
Pfarramt Bedheim-Pfersdorf


St. Bernhard – Kirche “St. Martin”

Sankt Bernhard liegt auf einem knapp 500 Meter hohen Kalkplateau, fünf Kilometer südlich von Themar. Der Ort mit seinen heute ca. 280 Einwohnern besteht bereits seit dem frühen Mittelalter. Im Jahre 956 wird er in einer Urkunde “Bernried” bzw. “Bernriod” genannt (1148 “Berenriet”, 1187 “Bernrit”).
Die heutige Bezeichnung St. Bernhard ist zwischen 1573 und 1704 entstanden. Im ursprünglichen Namen hatte man einen Hinweis auf BERNHARD VON CLAIRVAUX zu entdecken geglaubt und deshalb die eigene Kirche irrtümlich mit dem Heiligen in Verbindung gebracht. St. Bernhard liegt an der alten “Weinstraße”, die einst über die Werrafurt westlich von Henfstädt führte und Milz mit der Dreifach-Kreuzung am Pass von Oberhof verband.
Die Kirche in St. Bernhard soll auf eine frühe Gründung zurückgehen. Ursprünglich wird sie von Reurieth aus betreut, später auch von Dingsleben und Henfstädt; heute gehört sie wieder zu Reurieth. Vom 15. bis zur ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nennt man “Bernryet” eine Wüstung , d. h. der Ort war in dieser Zeit ganz sicher nicht bewohnt. Doch schon 1566 bilden die Einwohner von St. Bernhard wieder eine Gemeinde.
Im Jahr 1839 wird ein neues Schulgebäude errichtet, 1842 bis 1844 die neue Kirche, eingeweiht am 12. November 1844. Die Kirche wird unter Anleitung des Architekten August Wilhelm Döbner im neugotischen Stil erbaut. Ihre einheitliche und schlichte Gestalt ist dem Ort angemessen. Wie die Beschaffenheit des Gemäuers verrät, stammt der fast quadratische Chor (4 Meter mal 3,8 Meter) noch von dem Vorgängerbau. Vielleicht hatte dort einmal der alte Kirchturm gestanden.
Wenngleich das Alter des Kirchgebäudes bekannt ist, so kann dies im Blick auf den Taufstein nicht gelten. Ein ungelöstes Rätsel haftet ihm noch immer an: Der obere Teil des Steins, das Taufbecken, wurde “1893 gelegentlich der Errichtung eines Anbaus an der Schule ausgegraben”

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Die Kirchengemeinde StressenhausenStressenhausen
wird betreut vom:
Pfarramt Streufdorf  


Ansprechpartner:
Gerd Heim
98646 Straufhain/OT Stressenhausen
Dorfstr. 32
Tel.: 03685-4091119

Stressenhausen – Kirche “St. Bartholomäus”

Von welcher Seite man sich auch Stressenhausen nähert, immer ist es die Evangelische Ortskirche St. Bartholomäus die zuerst den Betrachter ins Auge fällt.
1191 wurde Stressenhausen bereits als “Stresinhusin” erwähnt, sicherlich eine althochdeutsche Ableitung von “Streczo” – also eines Eigennamen – keinesfalls von “Straßenhausen”, da eine alte Heer-, Handels- oder Weinstraße sich dort nicht findet.
Wie eine Burg thront die Kirche, samt dem umgebenden Friedhof, über dem Ort, der etwa sechs Kilometer von Hildburghausen in Richtung “Heldburger Unterland” zu finden ist. War Stessenhausen ursprünglich eine Tochtergemeinde von Eishausen, konnte es bereits 1442 eine eigene “Vikarei” erhalten, weil man den nötigen materiellen Unterhalt für einen Vikar aufgebracht hatte, bereits 1524 begehrte man einen evangelischen Prediger, und fünf Jahre später setzte man im Anschluss an eine Visitation sogar durch, dass Stressenhausen eine Pfarrei wurde.
Das alte Pfarrhaus, unweit der Ortskirche gelegen gibt noch Zeugnis davon. Heute wird Stressenhausen von Streufdorf her geistlich versorgt.
Aus jenen alten Zeiten stammt auf jeden Fall der Kirchturm, der streng in seiner äußeren Erscheinung wirkt, da sein erstes und zweites Obergeschoss durch kein Gesims getrennt ist.
Die Stressenhäuser Kirche ist eine der typischen “Chorturmkirchen”, wie sie sehr häufig in dieser Gegend findet. Auch die Sakristei an der Nordseite des Chorraumes gehört mit ihrem rippenlosen Kreuzgewölbe dieser romanisch-gotischen Zeit an. Wesentlich jünger dagegen ist das 14 Meter lange und fast neun Meter breite Kirchenschiff, das aus einer umfangreichen Erneuerung von 1719/20 hervorgegangen ist. Bauherr war, wie es eingemeißelt ist, Herzog Ernst Friedrich I von Sachsen-Hildburghausen und seine Gattin Sophie Albertiene; der Werkmeister war Faltin (Valentin) Grübel.
Auffallend ist das schöne Portal an der Nordseite der Kirche, von dorischen Säulen flankiert und mit der Bauinschrift von 1720 darüber.
Unser Blick auf Stressenhausen wäre nicht vollständig, wenn wir nicht die benachbarte – nur aus wenigen Häusern bestehende – kleine Ortschaft Sophiental erwähnten. Volkstümlich als “Dörrhof” (von Dörringshof abgeleitet, also nicht etwa von “dürre”!). Bekannt und nordöstlich von Stressenhausen gelegen, wurde sie 1486 urkundlich erwähnt. Es hatte verschiedene Adlige Besitzer, darunter die Herzogin Sophie Albertina, für die dort ein kleines Lustschloss errichtet wurde (daher auch der Name). Später aber wurde das Schlösschen verkauft, abgebrochen und die Steine zum Bedheimer Schlossbau verwendet.

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Die Kirchengemeinde StreufdorfStreufdorf
wird betreut vom:
Pfarramt Streufdorf  


Ansprechpartner:
Matthias Bauer
98646 Straufhain/OT Streufdorf
Mitterhof 1
Tel.: 03685-60331


Streufdorf – Kirche “St. Marien”

Die Ortschaft Streufdorf gehört zu den ältesten Ansiedlungen unserer südthüringisch-fränkischen Gegend. Um 800, als die Äbtissin Emhild von Milz Güter dem Stift in Fulda schenkte, wurde es als “Strufidorp” erwähnt. 1340 findet man es urkundlich als “Strufedorff”. Es war Stammessitz der Ritter von Streufdorf, die schon 951 erwähnt wurden und noch 1317 bekannt waren.
Neben und nach ihnen waren hier außer geistlichen Stiftungen auch etliche weltliche Herren begütert, so, dass im Laufe der Jahrhunderte sieben Rittergüter entstanden, die aber alle wieder verschwanden. Der Ort hat seinen Namen vom nahen “Straufhain”, eine der bedeutendsten Burgen unserer Gegend, heute eine denkmalgeschütze gesicherte Ruine, zugleich ein Wahrzeichen der Landschaft. Ursprünglich wurde der Straufhain nur “Struph(e)” genannt, woher Streufdorf den einfachen Bergnamen entlehnte, also “Dorf am Struph”.
Die wichtige Marktsiedlung Streufdorf (ab 1707 wurde Marktrecht erteilt), liegt im Kreuzungs-bereich mittelalterlicher Fernstraßen, also in militärisch und handlespolitisch wichtiger Lage, wenn man das von vergangenen Jahrhunderten so sagen darf.
Ursprünglich als Runddorf in seiner Anlage begonnen, wurde der Ort in der weiteren Entwicklung als fränkisches Reihendorf weitergebaut.
Heute ist Streufdorf die Zentralgemeinde der Einheitsgemeinde “Straufhain”. Die Evangelische Ortskirche “St. Marien” liegt am höchsten Punkt des Dorfes. Es ist eine “Chorturmkirche”, die man architektonisch in eine “alte” und eine “neuere” Kirche gliedern kann.
Das erste Kirchengebäude des Ortes wurde im spätromanischen Stil erbaut. Noch heute erinnert ein gut erhaltenes romanisches Rundbogenfenster an der Südwand des unteren Turmgeschosses an jenen Bau.
1570 bis 1578 wurde die Kirche im spätgotischen Stil umgebaut. Dabei wurde sie durch einen gut drei Meter langen und fast fünf Meter breiten “Choranbau” erweitert.
Es ist praktisch ein Neubau aus den Jahren 1706 bis 1709, da das alte Kirchenhaus sich vermutlich als zu klein erwies. Man ging mit viel Zuversicht und wenig Geld ans Werk. Zwei Männer aus Streufdorf machten sich auf eine “Kollektenreise” für ihre Heimatkirche nach Norddeutschland (bis hin nach Pommern), von wo sie mit fast 650 gesammelten Gulden nach Hause zurückkehrten. Es ist ein wuchtiger Bau, dieses im frühen 18. Jahrhundert errichtete neue Kirchenschiff, das fast 18 Meter lang und etwas über zehn Meter breit ist. Man verwendete bei Neubau, wie damals üblich, Bauelemente, die sich spätgotischen Formen anlehnten.
So ist die Streufdorfer Marienkirche sowohl in ihrer Außen- als auch in ihrer Innenansicht ein einheitliches, imposantes Bauwerk, sozusagen wie “aus einem Guss”!
In der Zeit von 1608 bis 1618 wurde um die Kirche eine Wehranlage gebaut. Einige unterkellerte Gaden sind noch erhalten. 1578 wurde im Rahmen der gotischen Umbauarbeiten an der Kirche auch der Turm vollendet.
Die posaunenblasende Engelsfigur auf der Spitze des 33 Meter hohen Turmes ruft zusammen mit den drei Glocken: “Land, Land, höre des Herrn Wort!” (Jeremia 22,29)

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Die Kirchengemeinde ThemarThemar
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Pfarramt Themar  



Stadtkirche
“St. Bartholomäus”

Themar Stadtkirche “St. Bartholomäus”

Die Stadtkirche Themar ist dem Heiligen Bartholomäus geweiht. Sie gehört zu den schönsten Kirchen des Oberen Werratals. Und sie ist eines der wenigen Gebäude der seit 796 geschichtlich nachweisbaren kleinen Stadt an der Werra, das alle Stürme der Zeit überdauerte. An der gleichen Stelle der Stadtkirche befand sich die um das Jahr 1100 im romanischen Stil erbaute “Unterkirche”. Von ihr sind noch die Reste in der Sakristei und in den beiden über ihr liegenden unteren Etagen des Kirchturms erhalten. Papst Sixtus IV. erteilte nach Vermittlung der Gräfin Margaretha von Henneberg am 14. Mai 1484 die Genehmigung zum Neubau der Kirche. Am 3. Mai 1488 legte der Chorherr des Praemonstratenserklosters Veßra und Pfarrer von Themar, Antonius König, den Grundstein zum Bau der heutigen Kirche. 1502 war die spätgotische Hallenkirche mit ihrem eindrucksvollen Chor vollendet.
Die Haube des Turmes birgt eine kleine drei Zimmer große ehemalige Türmerwohnung, deren Lastenwinde noch original erhalten ist.
Erwähnenswert sind weitere, noch erhaltene Schnitzwerke und Kunstschätze, die der Kirche erhalten geblieben sind. Dies ist zum Einen der Apostelschrein oder “Nasenaltar” aus der Zeit von 1500, der neben der Kanzel an der Südostseite steht. Seine mit den Attributen versehenen Apostelfiguren mit ihren markanten Nasen haben ihn seinen lustigen Beinamen gegeben.
Von 1668 bis 1684 wirkte Georg Christoph Bach, ein Onkel Johann Sebastian Bachs, als Organist an der Stadtkirche und als Lehrer an der Themarer Lateinschule. Er wurde 1684 nach Schweinfurt berufen und ist der Stammvater der “Schweinfurter Bache”.
Die Kirche vermittelt heute nicht nur einen Eindruck von mittelalterlicher Kultur, sondern ist in der Erhabenheit ihres Baues und in der Bewahrung ihrer Kunstschätze Ausdruck christlicher Frömmigkeit durch die Jahrhunderte und Zentrum regen kirchlichen Lebens in der kleinen Stadt.


Themar Friedhofskirche – “Johanneskirche”

Neben der Stadtkirche besitzt die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Themar eine zweite Kirche, die Johanneskirche auf dem Friedhof. Sie ist aus der “Oberkirche” am Ausgang der Stadt nach Hildburghausen hervorgegangen. Die “Oberkirche” wird zum ersten Mal 1492 in einer Urkunde erwähnt, nach der Fritz von Bibra dieser Kirche eine Messe stiftete.
Eine Inschrift über dem Westportal verrät: “ERBAVET 1588 REPARIRET 1788”. Die Kirche wurde in diese Zeit zur Gottesackerkirche umgebaut und 1598 geweiht. Sie trägt den Namen “Johanneskirche”, jedoch ursprünglich nicht in Anlehnung an einen biblischen Namensträger, sondern nach Johannes Hornschuch, der als erster auf dem bei der Kirche angelegten Friedhof bestattet wurde. Deshalb wurde die Kirche im Volksmund noch lange “Hornschuch-Kapelle” genannt.
Zu den wertvollsten Inventarstücken gehören die aus dem 16. Jahrhundert stammende Altarplatte sowie ein gotischer Lindenholzkruzifixus. Die Empore mit schlichter Bemalung läuft um die Nord-, West- und Südseite. Hinter dem Altar steht an interessanter Stelle die ebenfalls dem 16. Jahrhundert zuzuordnende Kanzel mit ihrem kleinen, steinernen Aufgang. Außerdem verfügt die Kirche über ein modernes Lesepult und einfache Bänke für die Gemeinde. Die Johanneskirche wird heute nicht nur für Bestattungsfeiern, sondern auch für Gottesdienste, besonders in den Wintermonaten, aber auch kleinere Konzerte genutzt.

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Die Kirchengemeinde UmmerstadtUmmerstadt 01
wird betreut vom:
Pfarramt Heldburg-Ummerstadt  





Ummerstadt 02Friedhofskirche
„St. Andreas“








 Stadtkirche
„St. Bartholomäus“


Ummerstadt – Stadtkirche “St. Bartholomäus”

Untrennbar ist die Geschichte der Stadtkirche St. Bartholomäus mit der Stadtgeschichte von Ummerstadt verbunden. In einer Überlieferung des Klosters Fulda von 837 wird neben anderen Orten auch ein Dorf “Untrangeui” erwähnt, eine vermutlich nahe dem heutigen Ummerstadt gelegene Siedlung, vom Walde umgeben, heute nicht mehr lokalisierbar. Vermutlich war es der Vorgängerort des jetzigen Ummerstadt. Bereits 1223 ist dann Ummerstadt erstmals in einer Urkunde bezeugt. Bis zur Reformationszeit gehörte die Kirche zu Ummerstadt zum Würzburger Landkapitel Coburg. Die Mutterpfarrei war Heldburg. 1290 wird erstmals ein Geistlicher in Ummerstadt erwähnt.
In einer Urkunde aus demselben Jahre wird bestätigt, dass Ummerstadt bereits das Stadtrecht besaß. Am 2. Dezember 1290 ließen sich die Bürger erneut die einst – wohl bereits 1245 – von den Henneberger Grafen verliehene Stadtfreiheit und die damit verbundenen Rechte bestätigen bzw. neu verleihen.
Damit dürften sie jenes Stadtrecht erhalten haben, das u. a. auch zu Heldburg, Rodach, Eisfeld, Römhild und Hildburghausen in Geltung war. Bestätigt bzw. verliehen wurde der Stadt auch das Abhalten von zwei Jahrmärkten; einmal zu Bartholomäus (24. August) und dann zu Andreas (30. November), dazu einen freien Wochenmarkt jeweils am Donnerstag. Die beiden Apostel Bartholomäus und Andreas sind zugleich auch die Namen der beiden Ummerstädter Kirchen, der älteren, ersten Pfarrkirche St. Andreas und der Stadtkirche St. Bartholomäus.
Nachdem im späten Mittelalter die Pfarrei “auf dem Berge” an Bedeutung verlor und die Gläubigen wieder von Heldburg aus versorgt werden mussten, beantragten die Ummerstädter mit Zustimmung des Heldburger Pfarrherren die Errichtung einer neuen Pfarrei in Ummerstadt mit der Bartholomäuskapelle als Pfarrkirche.
Die Bartholomäuskapelle wurde als Kirche weiter ausgebaut und 1528 zur Pfarrkirche erhoben. Sie übernahm damit die Funktion, die die Andreaskirche in der wechselhaften Weise ihrer Geschichte bisher innehatte, ohne dass das gottesdienstliche Leben in der “Bergkirche” erlosch!


Ummerstadt – Kirche “St. Andreas”

Nähert man sich von Bad Colberg her Ummerstadt, so wird das Bild beherrscht von den beiden Kirchen des kleinen Städtchens. Zur rechten Hand sieht der Betrachter die wuchtige Stadtkirche St. Bartholomäus mit ihrem mächtigen, fast bis in Turmhöhe reichenden Dach. Auf der linken Seite grüßt von einer Anhöhe herunter die kleinere, dem heiligen Andreas geweihte Kirche.
Sie ist zweifellos die ältere der beiden Kirchen und soll daher als erste betrachtet werden. Steigt man vom Marktplatz die Anhöhe zu ihr empor, erkennt man noch deutlich die mit Wällen und Mauern einstmals befestigte Wehranlage. Die Andreaskirche, auch Bergkirche oder Oberkirche genannt, ist romanischen Ursprungs.
Die Andreaskirche war einstmals die erste Pfarrkirche des Ortes. Der 1290 urkundlich erwähnte Geistliche mit Namen Ludwig (“Ludowicus plebanus in Ummerstadt”) dürfte Pfarrer dieser Bergkirche gewesen sein.
In den ersten Apriltagen 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, schlug beinahe die letzte Stunde für das alte Gotteshaus. Der Turm und ein Teil des Kirchenschiffes wurden durch amerikanische Artillerie in Brand geschossen, nachdem in sinnloser Weise da und dort noch Widerstand geleistet worden war. Dabei wurde auch das weithin sichtbare Wahrzeichen Ummerstadts, der über 46 m hohe Turm der Andreaskirche mit seinem beschieferten achteckigen Helm, der unten von vier kleinen Ecktürmchen umgeben war, zerstört. Erst 1960 konnten die Kriegsschäden beseitigt werden, wobei der Turm zwar nicht in alter Höhe wieder errichtet wurde, aber eine gute Proportion zum Kirchengebäude bekam.
Wie durch ein Wunder blieb das Buntglasfenster im Chorraum, den auferstandenen Herrn Christus zeigend, beim Brand im April 1945 verschont.
Obwohl mitten im Friedhof gelegen und sehr oft für Trauerfeiern benutzt, kann man dennoch die Andreaskirche nicht als Friedhofskirche bezeichnen. Sie dient auch heute noch als Gemeindekirche und erfreut sich besonders zu Karfreitag, Himmelfahrt und Ewigkeitssonntag mit den angebotenen Gottesdiensten großer Beliebtheit. Aber auch das weihnachtliche Singen des Ummerstädter Kirchenchores in der Andreaskirche im Anschluss an den Adventsmarkt unten in der Stadt hat seit Jahren seine feste Tradition.
Auf eine besonders schöne, tiefsinnige und weithin sicher einmalige Sitte in Ummerstadt soll im Zusammenhang mit der Andreaskirche noch hingewiesen werden: Bei den Trauerfeiern, die von diesem Gotteshaus ausgehen, wird den Särgen und Urnen nicht nur das Vortragekreuz vorangetragen, sondern gleichzeitig damit die Heilige Schrift, die Bibel, das Wort Gottes, das die Überwindung von Tod und Grab durch den auferstandenen Jesus Christus verkündet.

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Die Kirchengemeinde TrostadtTrostadt
wird betreut vom:
Pfarramt Gleichamberg


Trostadt – Klosterruine und Ruine der einstigen Klosterkirche mit dem Doppelpatronat “St. Johannes der Evangelist” und “St. Johannes der Täufer”

Der kleine Ort Trostadt wird schon im 8. Jahrhundert als “Trossesteti” urkundlich erwähnt. Die Deutung des Namens als “Troststätte” für die wegen eines Brandes von Veßra hierher gekommenen Nonnen ist mehr als fraglich.
Dagegen könnte sich die Bezeichnung “Neuzell” auf die erste urkundliche Erwähnung des Klosters in der Weiheurkunde von 1182, in der Bischof Hermann von Münster das Kloster als “nova cella” (Neue Zelle) beziehen. Indes ist die Tatsache einer Filialgründung des Prämonstratenserklosters Veßra als Frauenstift im Zusammenhang mit einer Feuersbrunst im Jahr 1175 und der Trennung von Doppelstiften in Trostadt verbürgt. Im Jahr 1176 ließen Gräfin Bertha, die Gemahlin des Grafen Berthold I., und ihr Sohn Poppo VI., der für dieses Vorhaben Land vom Kloster Fulda gekauft hatte, das Kloster Trostadt erbauen und schon 1182 wurde es von Bischof Hermann von Münster eingeweiht.
Das Leben im Kloster war geprägt durch das kommunitäre Prinzip “ora et labora” (“bete und arbeite”) und brachte unter Umständen soliden wirtschaftlichen Erfolg. Die Ursache dafür waren der Fleiß der im Konvent zusammenlebenden Frauen und die günstige Lage als begehrte Herberge an der Handelsstraße zwischen Würzburg und Erfurt. Es wurde Landwirtschaft betrieben, die Bierbraukunst gepflegt und Fischteiche unterhalten.
Eine Zeit lang bestand in Trostadt auch eine Klosterschule. Das Kloster hatte neben seinem Haupthof in Trostadt noch zwei Vorwerke in Exdorf und Dingsleben. Es besaß im Jahr 1554 insgesamt 616 Acker Feld, 174 Acker Wiese und 435 Acker Wald. Der Hauptteil des in fünfzig Orten befindlichen Grundbesitzes lag in Reurieth, Siegritz und Ehrenberg. Die Eigenwirtschaft (samt Vorwerken und Mühlen) war später verpachtet, das übrige Land an Bauern gegen Erbzins verliehen. In der so genannten “Turmscheune” könnten sich die Reste der ehemaligen Klosterkirche verbergen, der man gelegentlich das Doppelpatronat “St. Johannes der Evangelist” und “St. Johannes der Täufer” zuschreibt. Belegt ist allerdings nur “Johannes Bapt.” (Der Täufer), u. a. durch das Propst- und Konventssiegel des Klosters. Auffällig ist der schieferverschlagene Dachreiter auf dem ziegelgedeckten Satteldach, der zunächst viereckig, dann achteckig in eine Schweifkuppel mündet und eine Turmzier mit Knopf trägt.
Er stammt aus dem 18. Jahrhundert und birgt eine kleine Bronzeglocke, die im Jahr 1715 in Coburg gegossen wurde und mit der Turmuhr als Stundenglocke verbunden ist. Nach einem Bericht über die Erbauung der Friedhofskirche Römhild sollen drei Glocken aus dem Kloster Trostadt in den Jahren 1708 – 1710 in diese Kirche gekommen sein.
Das Kirchengebäude selber ist im Grunde nur noch ein großer leerer Scheunenraum. An den Wänden lassen sich wenige Reste von romanischen Rundbögen ehemaliger Fenster sowie an der Ostseite die Ansätze eines Kreuzgewölbes erkennen.
Der idyllische Ort Trostadt mit seiner wunderschönen Klostermühle und den Fischzuchtanlagen gilt als beliebtes Ausflugsziel. Die im staatlichen Besitz befindlichen ehemaligen Klosteranlagen werden liebevoll gepflegt von einem örtlichen Förderverein, der sich auch um eine Nutzung der Gebäude im Sinne des Gemeinwohls bemüht.

Besuchen Sie unsere Kirche und Gemeinde bei ihren Veranstaltungen.
Sie sind willkommen!
Termine dazu erfahren Sie im Pfarramt. (siehe oben)

Die Kirchengemeinde VeilsdorfVeilsdorf
wird betreut vom:
Pfarramt Crock


Veilsdorf – “St.-Trinitatis-Kirche”

Die Veilsdorfer St.-Trinitatis-Kirche ist sehr schön gelegen auf einem Vorsprung der Leite, dem Höhenzug neben der Werra von Eisfeld nach Hildburghausen. Mit ihrem mächtigen, quadratischen, durch Simse, Fenster und Luken in vier Geschosse geteilten zwanzig Meter hohen Turm, dem schiefergedeckten, mit der Bekrönung mit Knopf und Hahn noch einmal 31 Meter hohen, spitzen, sechseckigen Pyramidendach, zusammen 51 Meter Höhe, und dem wuchtigen, ziegelgedeckten Schiff ist die Kirche das Wahrzeichen des Ortes und markantes Zeichen im Oberen Werratal.
Die mit floralen Motiven und stilisierten (Kiesel-) Steinimitationen bemalte Kassettendecke darf als eine der schönsten Deckenbemalungen in Südthüringen bezeichnet werden. Ihre Motive kehren bei der Bemalung der Emporenbrüstung wieder.
Die St.-Trinitatis-Kirche wird als Pfarrkirche der Gemeinde Veilsdorf mit den Ortsteilen Hetschbach, Kloster Veilsdorf, Schackendorf und Veilsdorf für alle kirchlichen Veranstaltungen und wegen ihrer Größe auch für alle kirchenmusikalischen Veranstaltungen und regelmäßigen Chorkonzerte benutzt.


Veilsdorf “Kirche St. Veit” – “Friedenskirche” – Friedhofskirche

Ähnlich wie in anderen Orten war möglicherweise auch in Veilsdorf zunächst die heutige Friedhofskirche die alte Pfarrkirche. Sie ist wahrscheinlich die ältere der beiden örtlichen Gotteshäuser und wird schon 1308 urkundlich erwähnt.
Ursprünglich soll sie als eine Wehrkirche mit einer starken Mauer umfriedet gewesen sein. Etwas auf der Anhöhe, am Ortsausgang Richtung Süden gelegen, ähnelt sie von Weitem gesehen ihrer jüngeren Schwester im Ort.
Der sehr alte Ortsname Veilsdorf hat im Laufe der Jahrhunderte eine interessante Wandlung erfahren. Aus Fiselestrop wurde Filesdorff, Vilesdorp, Veihelsdorff, Feielsdorf, Veylsdorf, Markveilsdorf, Felsdorf und Veilsdorf.
Der Innenraum wird bestimmt von den hölzernen Bänken und der Empore. Dem Besucher fällt sofort die seit 1958 angebrachte Aufschrift aus Johannes 16,33 ins Auge: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Die Kirche dient vordergründig als Andachtsraum für Trauerfeiern. Und sie wird genutzt, um das Gedächtnis für die in den Weltkriegen Gefallenen in der Kirche wach zu halten. In diesem Sinne rechtfertigt sich die seit 1852 vorgenommene Umwidmung des Namens der “St.-Veits-Kirche” in “Friedenskirche”.

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