Schirnrod – Kirchgemeindehaus
Das kleine am Fuß des Bleßberges
gelegene Örtchen Schirnrod zwischen Saargrund und Sachsenbrunn hatte
ursprünglich keine eigene Kirche, wenngleich Schule und Friedhof sowie ein
gut gehendes Wirtshaus schon lange vorhanden sind.
Der Ort wurde 1528 erstmals erwähnt,
damals noch unter dem Namen “Schirrenroth”. Diese Bezeichnung leitet sich
möglicherweise von Waldrodungen mit Hilfe von kräftigen “Geschirren” her.
Als ein Zeugnis der Verbindung zeitgemäßer ästhetischer und zugleich
pragmatischer Ansprüche kann das etwas auf der Anhöhe gelegene Gemeindehaus
in Schirnrod gelten. Der moderne Bau wurde Ende der neunzehnhundertachtziger
Jahre als Versammlungsort und Gottesdienstraum der örtlichen Evangelischen
Kirchgemeinde geplant. Im Rahmen des so genannten Limex-Programmes, einer
Vereinbarung der Evangelischen Kirchen in der DDR und der damaligen
Staatsführung, wurde der Bau besonders aus Mitteln der Kirchen in der
damaligen Bundesrepublik, aber auch anderer übergemeindlicher kirchlicher
Werke und nicht zuletzt mit Unterstützung einheimischer Gemeindeglieder
begonnen.
Unter den dann veränderten politischen
Verhältnissen wurde er 1990/91 mit finanzieller Beteiligung des Landkreises
Hildburghausen fortgesetzt und beendet, und im Jahr 1992 fand die Einweihung
des Gotteshauses statt. Äußerlich ein weiß verputzter Backsteinbau mit rotem
Ziegeldach und einem seitlich angesetzten kleinen Turm sowie einem
aufgesetzten goldenen Kreuz fügt sich das Haus in die Landschaft und das
Panorama des Ortes.
Der Gemeindebereich bietet alle
praktischen Möglichkeiten für ein modernes Gemeindeleben, darunter Küche,
Toiletten und Abstellräume sowie einen durch eine Faltwand zweigeteilten
Gottesdienst- bzw. Gemeinderaum. Dieser schlichte und dennoch komfortable
Raum ist ausgestattet mit einem hölzernen Altar, Taufgestell und Ambo sowie
flexibel verwendbaren Stühlen.
Die beiden Bronzeglocken stammen aus
den Schulen in Saargrund und Schirnrod und wurden im Jahr 1938 gegossen. Mit
dem Bau des Gemeindehauses wurden sie von der politischen Gemeinde an die
Kirchgemeinde als ein Geschenk übergeben und rufen seit dem Jahr 2003 mit
einer elektrischen Läuteanlage betrieben zu Gottesdienst und Einkehr.
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Termine dazu erfahren Sie im Pfarramt.
(siehe oben)