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Video vom Konfirmandentag 2011
Am 4. September 2011 fand der Ökumenischer Kirchentag des Kirchenkreises Hildburghausen in und um die Christuskirche statt
Ökumenischer Kirchentag „Sinn(e) fürs Leben“, Hildburghausen, 4. September 2011 Botschaft an die Gemeinden Fünf Sinne – fünf Impulse
1. Das Sehen – Oder: Von den kirchlichen Räumen und Veranstaltungen Aus Psalm 27: Eines bitte ich vom Herrn, das hätte ich gerne: dass ich im Hause des Herrn bleiben könne mein Leben lang, zu schauen die schönen Gottesdienste des Herrn und seinen Tempel zu betrachten.
Gottesdienste, kirchliche Räume und die Veranstaltungen der Kirchengemeinde sollen unsere Sinne so ansprechen, dass wir auf die Begegnung mit Gott vorbereitet werden, alles Äußere diese Begegnung konzentrierend unterstützt und Menschen Lust auf Kirche bekommen. Die Gemeinden sollen auf das äußere Bild der Kirchen achten (Farbgebung, künstlerische Gestaltung, liturgisches Mobiliar und Gerät usw.), auch ihr Umfeld einladend gestalten. Wie werden unsere Veranstaltungen „schöne Gottesdienste des Herrn“ und für alle Beteiligten ein „Fest für die Sinne“, bei dem Menschen zur Besinnung kommen? Die Kirchengemeinden werden gebeten, immer wieder mit dem „Blick von außen“ die äußeren Gegebenheiten der kirchlichen Veranstaltungen zu betrachten und die Räume und Veranstaltungen mit großer Sorgfalt und Liebe vorzubereiten.
2. Das Hören – Oder: Von der Botschaft der Kirche Aus Psalm 85: Könnte ich doch hören, was Gott der Herr redet, dass er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen.
Die Verkündigung der Kirche in Wort und Tat, auch alles, was von der Kirche in der Öffentlichkeit zu hören ist, soll den Menschen Gottes Frieden geben. Das kirchliche Leben ist so gut, wie Menschen Gottes Frieden erfahren. Wie werden unsere Gemeinden Orte, in denen Gottes Frieden wohnt und von denen sein Friede ausgeht? Die Kirchengemeinden werden gebeten, sich für die Überwindung von Gewalt jeder Art einzusetzen, praktischen Friedensdienst im Kleinen und Großen zu tun und in großer Klarheit den Frieden Gottes zu leben.
3. Das Schmecken – Oder: Vom Leben der Christen Aus dem Matthäus-Evangelium, Kap. 5: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.
Das Leben der Christen soll – mit dem Wort der Bergpredigt gesagt – den Geschmack an sich haben, den die Menschen in der Begegnung mit Jesus Christus empfunden haben. Sie haben durch ihn den Geist verspürt, der Wahrhaftigkeit, persönliche Annahme und Ermutigung bedeutet. Jesus Christus will seine Gemeinde vor dem „Fußtritt“ bewahren, der die Folge ihrer belanglosen „Geschmacklosigkeit“ wäre. Wie erweisen wir als Christen unseren Mitmenschen den Geist, der Jesus Christus in seinem Umgang mit den Menschen geleitet hat? Die Kirchengemeinden werden gebeten, für Leben in Menschenwürde und Chancengerechtigkeit einzutreten, die Schwachen geschwisterlich anzunehmen und zu stärken und dabei den Gedanken „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu verfolgen, so dass auch die Selbstachtung der Hilfebedürftigen gestärkt wird.
4. Der Tast-Sinn – Oder: Von einem Leben mit Sinn Aus dem 1. Johannes-Brief, Kap. 1: Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unseren Augen, was wir betrachtet haben und unsere Hände betastet haben – das Wort des Lebens, das verkündigen wir euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt.
Menschen sollen durch Christen in Berührung kommen mit Gottes neuer Welt, in der Not gelindert wird, die Trauernden getröstet werden, die Leidenden Hoffnung schöpfen, die Angstvollen Zukunft sehen, die Einsamen einen Menschen an ihrer Seite haben und die Ursachen der Not soweit menschenmöglich überwunden werden. Wie führen wir Menschen, die keinen Mut und Hoffnung mehr haben, zu einem Leben mit Sinn? Die Kirchengemeinden werden gebeten, Anteil am Leben dieser Menschen zu nehmen, Möglichkeiten zur Begegnung mit ihnen zu schaffen und Berührungspunkte – auch mit denen, die nicht zur christlichen Gemeinde gehören.
5. Der Gleichgewichts-Sinn – Oder: Vom Leben in Balance mit Gottes Schöpfung Aus dem Hebräer-Brief, Kap. 10: Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat.
Die christliche Gemeinde kann mit ihrem Lebensstil ein Zeichen für Gottes Treue zu seiner Welt sein. Christen setzen eine schöpfungsbewahrende Lebensweise dem wankenden ökologischen Gleichgewicht entgegen und bekennen so, dass Gott die Zukunft des Lebens und der Schöpfung will. Wie können Christen und Kirchengemeinden ihre Verantwortung dafür wahrnehmen, dass die Mitgeschöpfe und künftigen Generationen reines Wasser, gesunde Luft und gedeihliches Klima haben? Die Kirchengemeinden werden gebeten, um Gottes und der Menschen willen jeden Ressourcen-Verbrauch auf seine Notwendigkeit zu prüfen. Die Beteiligung an den Zielen der Kampagne „Klimawandel – Lebenswandel“ (Ev. Kirche in Mitteldeutschland, 2011) soll in den Kirchengemeinden intensiv verfolgt werden, auch über das Ende der Kampagne hinaus.
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Copyright © 2008 Werbeservice & Notensatz Steffen Fischer, www.notensatz-s-fischer.de Stand: 16. Dezember 2011, |