Wachenbrunn – Kirche “St. Johannes”
Das erstmals 1319 erwähnte, etwa drei
Kilometer südwestlich von Themar auf einer Anhöhe gelegene Wachenbrunn soll
in früheren Zeiten eine kleine Holzkirche besessen haben. Von ihr gibt es
allerdings keine Überreste mehr.
Im Jahr 1870 wurde die heutige Kirche
von Baurat Döbner aus Meiningen mit Hilfe des damaligen Landesherren Herzog
Georg II. von Sachsen-Meiningen als Quaderbau im neoromanischen Stil erbaut.
Der Aufbau der Kirche folgt dem schlichten Schema Langhaus mit Chor im
Osten, der zugleich den Turm bildet.
Im Inneren der Kirche bestätigt sich
der Eindruck des “Baukastenprinzips”, der den Ende des 19. Jahrhunderts
erbauten Kirchen zu eigen ist. Der Chor hat ein Kreuzgewölbe, das Haupthaus
eine flache Leistendecke. Die Kanzel findet sich an der südlichen
Triumphbogenwand. Die hölzerne Empore ist, bis auf den Platz an der Kanzel,
ganz umläufig. Auf ihr steht auf der gegenüberliegenden Seite des Altars die
Orgel. Sie stammt aller Wahrscheinlichkeit nach aus der Werkstatt des
Orgelbaumeisters Theodor Kühn aus Schmiedefeld und wurde kurz nach der
Erbauung der Kirche errichtet.
In den neunzehnhundertachtziger Jahren
war die Kirche durch die Kirchgemeinde auf Grund ihres schlechten baulichen
Zustandes aufgegeben worden und wurde nicht mehr genutzt. Dieser Zustand
wurde etwa zehn Jahre später rückgängig gemacht und die Erneuerung der
Kirche in Angriff genommen. Der Öffnung der Kirche zur gottesdienstlichen
Nutzung folgte die Beantragung von Fördermitteln. Schließlich wurde in den
Jahren 1998 bis 2005 die Kirche mit verschiedenen Förderprogrammen und auf
Initiative der örtlichen Kirchgemeinde zunächst außen grundlegend renoviert.
Die dringend nötige Sanierung des
Innenraumes ist geplant.
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Termine dazu erfahren Sie im Pfarramt.
(siehe oben)