Schwarzbach
Neben dem ehemaligen Rittergut und
Schloss von Schwarzbach, das heute seine alte Pracht nur noch erahnen lässt,
lag schon im späten Mittelalter eine kleine Wallfahrtskapelle. So kamen die
Fuhrleute von der nahegelegenen Hohen Straße bzw. Salzstraße nicht nur zur
seit dem Jahr 1400 bestehenden Brauerei, sondern auch zur Kapelle.
Die Grundmauern des aus dem 13.
Jahrhundert stammenden gotischen Baus bilden heute den Chorraum der Kirche.
Im Jahr 1517 war die kleine Kapelle von einer süddeutschen Bauhütte
erweitert und schon 1580 zum ersten Mal erneuert worden.
Der schlichte Grundriss mit Langhaus
und Chor mit aufgesetztem Turm wird durch eine kleine Sakristei an der
Südseite ergänzt. Seit ihrer Erbauung wurde die Kirche mehrfach erweitert
und erhöht.
Interessant ist der alte Gutsstand auf
der Südseite der ersten Empore, der heute als Winterkirche und Gemeinderaum
dient. Er wurde 1610 von der Marschallin von Herren Gosserstedt angebaut, um
dem herrschaftlichen Zuhörer einen Platz gegenüber dem Prediger zu sichern.
Von Bedeutung für die Geschichte des
Ortes und der Kirche ist die Überlieferung, dass im Jahr 1763 der Vater des
Dichtergelehrten Friedrich Rückert in Schwarzbach als Sohn eines
Schullehrers geboren und in der Kirche getauft worden ist. Für die Kirche
und ihre Gemeinde ist die Aufschrift auf der großen Glocke auch für die
kommende Zeit Vermächtnis: “O Land, höre des Herren Wort.”
Besuchen Sie unsere Kirche und
Gemeinde bei ihren Veranstaltungen.
Sie sind willkommen!
Termine dazu erfahren Sie im Pfarramt.
(siehe oben)