Sachsenbrunn
Der Ortsname Sachsenbrunn ist seit ca.
1950 eine künstliche Zusammenfassung der beiden Ortsnamen Schwarzenbrunn und
Sachsendorf, im Zuge einer Gemeindegebietsreform geschaffen. Am Ortseingang,
von Eisfeld kommend, fällt dem Besucher der hohe, schmale achteckige Turm
der Kirche sofort in den Blick. In früherer Zeit befand sich an derselben
Stelle eine kleine Wallfahrtskapelle. Diese war um 1490 für Pilger errichtet
worden, die auf ihrem Weg zur heilsamen Quelle der Itz in Stelzen hier Rast
und innere Einkehr suchten.
Von der alten Kapelle zeugen noch
heute das Kreuzgewölbe im Chor mit kehlprofilierten Rippen und einem
Schlussstein des Baumeisters, die Chorfenster, der Triumphbogen und das
Schweifbogenfenster in der Nordwand des Langhauses. Wie die beiden
Weihekreuze an der inneren Nordwand bezeugen, wurde die Kapelle einst von
einem Bischof geweiht.
Leider ist der Name der Kirche heute
nicht mehr bekannt. Die Gemeinde wurde bis nach der Reformation von Eisfeld
betreut. 1571 wurde schließlich in Sachsendorf eine evangelische Pfarrei
gestiftet. Ein relativ großer Einzugsbereich von Orten und Gemeindegliedern
gehört zur Kirche Sachsenbrunn. Das sind die Bevölkerung von Sachsendorf,
Schwarzenbrunn, Schirnrod und Saargrund, Sophienau und Tossenthal.
Aus diesem Grund wurde in den späten
neunzehnhundertachtziger Jahren ein Gemeindehaus in Schirnrod geplant und
erbaut.
Wie eine Inschrift am Balken der
dritten Empore erkennen lässt, wurde die Kirche 1531 erweitert. Ein laut
Inschrift 1637 gefertigter vergoldeter Abendmahlskelch war vom damaligen
Pfarrer im Wald vergraben worden. So wurde er gerettet und blieb der
Gemeinde bis heute erhalten.
Fast alle Flächen wurden von
Meisterhand mit einer wunderschönen, einzigartigen Bemalung im Stile des
Bauernbarock gestaltet. Während auf der Kanzel die Evangelisten zu finden
sind, zeigt die erste Empore Szenen aus dem Neuen und die zweite solche aus
dem Alten Testament. Ergänzt wird dieser Eindruck durch eine kostbare,
geschnitzte Kreuzigungsgruppe oberhalb des spitzbögigen Triumphbogens, die
der Kirche einen besonderen Reiz gibt. Die detailreiche und anmutige
Holzschnitzarbeit ist eine Darstellung von Maria und Johannes unter dem
Kreuz Jesu Christi, die der Werkstatt des Würzburger Bildhauers Tilman
Riemenschneider zugerechnet wird.
Turm befinden sich insgesamt vier
gusseiserne Glocken mit interessanten Namen. Entsprechend der Läuteordnung
heißt die größte “Sonntagsglocke” (1921), die zweite “Gebetsglocke” (1960),
die dritte “Taufglocke” (1921) und die kleinste “Kinderglocke” (1964).
Letztere läutet besonders zum Kindergottesdienst.
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Gemeinde bei ihren Veranstaltungen.
Sie sind willkommen!
Termine dazu erfahren Sie im Pfarramt.
(siehe oben)