Roth – Kirche “St. Marien”
Roth im Landkreis Hildburghausen
gehört zu den insgesamt 21 Orten mit dem gleichen Namen in Deutschland und
liegt an der Ostseite des Gleichbergmassivs.
Urkundlich erstmals 1144 erwähnt,
könnte der Ort mit der in der Schenkung des Adalolt im Jahr 867 genannten
Rodung gemeint sein – und auch mit den 21 Gütern von Roth, die Graf Gottwald
von Henneberg 1135 bzw. 1141 dem Kloster Veßra als Lehen geschenkt hat.
Wer die St.-Marien-Kirche in Roth
besucht, freut sich über den neuen Treppenaufgang, der 2003 mit Hilfe von
Spenden der örtlichen Jagdgenossenschaft erbaut wurde.
Besonders fällt die mit vielen
geschnitzten Figuren versehene Kanzel auf. Diese hatte Christian Schick “vor
sein eigen Geld in die Kirche machen lassen”, wobei der Bildhauer Hermes
Just aus Streufdorf die Figuren gestaltete. 1999 hat Restaurator Rolf Möller
aus Dillstädt einen Teil des Kanzelkorbes sehr schön restauriert. Die
Besonderheit ist der Taufengel, auf dem die Kanzel steht. Sein rechter Arm
ist mit einem Gelenk versehen, der auf einen Ständer heruntergeklappt werden
kann, auf dem die in der Hand gehaltene Taufschale dann aufliegt. Im Jahr
1777 hatte Heinrich Polycarp Merkel, Hofbildhauer zu Hildburghausen, die
Kanzel neu ausgemalt und wahrscheinlich erst dabei diese Attraktion
geschaffen sowie die Engelsflügel abgenommen.
Altarraum und Sakristei, wohl die
ältesten Teile der Kirche, schon vor 1250 im romanischen Stil erbaut,
bildeten die Kapelle, die der Heiligen Jungfrau Maria geweiht und eine
Tochtergemeinde von Bedheim ist.
Besuchen Sie unsere Kirche und
Gemeinde bei ihren Veranstaltungen.
Sie sind willkommen!
Termine dazu erfahren Sie im Pfarramt.
(siehe oben)