Holzhausen – Kirche “St.
Wolfgang und St. Jakobus”
Die einstige Gemeinde Holzhausen ist
nach Heldburg eingemeindet, liegt zwischen der Stadt Bad Colberg-Heldburg in
Thüringen und Bad Rodach in Bayern, direkt an der Landesgrenze der beiden
Freistaaten.
Als “Holzhusen” findet man es im Jahr
1137 in bislang ältester urkundlicher Erwähnung, wo tauschweise Güter dieses
Ortes vom Würzburger Bistum an das Kloster in Veßra kamen. 1317 wird es als
“Holzhusin” im Besitz der Marschälle von Strauf (Straufhain) und anderer
Adelsfamilien genannt.
Auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes
liegt – umgeben vom Friedhof – die Dorfkirche. Sie ist den beiden Heiligen
Wolfgang und Jakobus geweiht, besitzt also ein “Doppelpatrozinium”.
Um 1462 war der Vorgängerbau, eine
kleine Kapelle, Tochterkirche (Filial) von Heldburg und Westhausen zusammen
und dann in der Reformationszeit, 1529, wieder alleiniges Filial der Stadt
Heldburg. 1722 wurde sie erweitert, praktisch neu gebaut und zur
eigenständigen Pfarrkirche “erhoben”.
Das ehemalige Pfarrhaus (heute
Privatbesitz) findet sich unterhalb der Kirche und der einstigen alten
Schule. Die “Pfarrei Holzhausen” bestand bis etwa Ende des 19. Jahrhunderts.
Heute wird der Ort geistlich und seelsorgerisch von Westhausen aus
verwaltet.
Die Holzhäuser Kirche, wie sie sich
heute darbietet, ist in Bauart und Ausgestaltung recht schlicht, hat aber
auch ihre besonderen Qualitäten.
An den Feldern der Empore ist eine
Besonderheit der Holzhäuser Kirche: In zwanzig Bildern ist der Lebens- und
Heilsweg unseres Herrn Jesus Christus dargestellt, von der Verkündigung
seiner Geburt bis hin zu seiner Auferstehung und Himmelfahrt. An der
Ostseite der Empore findet sich die Inschrift: “Erbaut von Meister Rohrbach
und Meister Johann Jakob von Heldburg 1716”. Aus dieser Zeit mögen auch die
Bilder in den Emporenfeldern stammen.
Aus der alten Kapelle stammt mit
Sicherheit der Taufstein, der laut Inschrift 1666 von einem Holzhäuser
Bürger gestiftet wurde. Der Altar ist aus Stein, die wuchtige “Mensa”
(Altarplatte) dem Augenschein nach sehr alt. Wie der Taufstein stammt auch
diese mit Sicherheit aus der alten Holzhäuser Kapelle.
Erwähnenswert ist auch noch der
ehemalige Adelsstand hinter dem Altar, unterhalb der Orgelempore. Er war in
alter Zeit den “Burgleuten” (Beamte und Besatzung der benachbarten Veste
Heldburg) vorbehalten.
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Termine dazu erfahren Sie im Pfarramt.
(siehe oben)