Eishausen – Kirche “St. Marien”
Etwa sieben Kilometer von der
Kreisstadt ist der Ort mit seiner unwahrscheinlich wuchtigen Kirche
entfernt. Das Kirchenhaus und den Turm umlaufen kräftig profilierte Gesimse.
Aus buntem Sandstein sind die Wandsäulen gearbeitet, die aus dem Mauerwerk
hervortreten. Sie lockern die großflächigen Außenfassaden der Kirche auf und
gestalten das Äußere der Kirche eindrucksvoll. Die heutige Kirche ist
anstelle einer kleineren, die 1748 abgebrochen wurde, ein Jahr später neu
erbaut. Reste dieser alten Eishäuser Kirche findet man noch im jetzigen
Gotteshaus. Dies trifft besonders auf die Sakristei zu, deren Grundmauern
rühren vielleicht von der 1317 schon vorhandenen alten Kirche her.
Drei Glocken finden sich im Kirchturm,
darunter die älteste Bronzeglocke von 1833 mit der humorvollen Inschrift:
“Mir gab für wenig Ehrenlohn Kunstgießer Albrecht und sein Sohn/zu Coburg
guten, starken Ton.”
Geschichtlich tritt der Ort 837 und
883 als Asiseshus, d. h., “zu den Häusern des Asis”, eines Grafen, der in
der Umgegend begütert war, in Eishausen ein Landgut besaß und dem Kloster
Fulda Stiftungen vermachte, erstmals auf. 1259 findet man das Dorf als “Eushusen”,
“Eushusin” und 1340 als “Eureshusen” in den geschichtlichen Unterlagen.
Unter der Kirche befindet sich eine
zurzeit nicht zugängliche “Kirchengruft”, die als Grablege der Herren von
Heßberg diente. Diese besaßen seit 1363 das Rittergut, die spätere Domäne,
mit dem Eishäuser Schloss, das 1873 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden
musste.
Steinfeld, unmittelbar vor Eishausen
gelegen, so dass man fast von einem Doppelort sprechen könnte, gehört
kirchlich und kommunal zu Eishausen.
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(siehe oben)