Der Name Colberg (früher Kolberg
geschrieben)
weist darauf hin, dass hier einstmals
Holzkohlenmeilerei betrieben wurde. Urkundlich wird das an der Rodach
liegende Dorf erstmals Ende des 13. Jahrhunderts als Besitz des
Zisterzienserinnen-Klosters Sonnefeld (Kreis Coburg) erwähnt, und zwar als
Stiftung der Herren von Kunstadt (heute Burgkunstadt). Territorial gehörte
Colberg seit dem 13. Jahrhundert den Grafen von Henneberg (mit ihrem
zeitweiligen Sitz auf der Burg Strufe – heute Ruine “Straufhain”) bzw. den
Grafen von Wildberg (Stammburg südöstlich von Bad Königshofen/Unterfranken)
bis es 1374 an die Wettiner fiel.
Das sächsische Rautenwappen im Mittelfeld der Brüstung der Empore der
Katharinenkirche erinnert daran. Diese wird erstmals 1528 als
Katharinenkapelle erwähnt.
Kirchlicherseits gehörte Colberg mit
Ummerstadt zunächst nach Heldburg, aber Mitte des 15. Jahrhunderts wurde
Colberg von der selbstständig gewordenen Pfarrei Ummerstadt betreut.
Aus Colberg wurde zu Beginn des 20.
Jahrhunderts “Bad Colberg”. Der Vorgang: Im Frühjahr 1907 errichtete eine
Kaligewerkschaft im Wiesengrund des Rodachtales einen Bohrturm, um ein
Kalisalzlager zu erschließen. Bei einer Tiefe von 471 Meter wurde eine warme
Quelle mit 38 Grad Celsius erschlossen, die sich bei näherer Untersuchung
als eine bedeutende Heilquelle erwies, besonders für Bade- und Trinkkuren
geeignet.
Das kleine Kirchlein fügt sich gut in
das Gesamtbild des Ortes ein. Der Sakralbau ist etwa neun Meter lang und ca.
sieben Meter breit und wirkt im Äußeren recht rustikal. An der Nordost- und
Südostseite, noch zum Altarraum zählend, findet sich je ein kleines,
rundbogiges Fenster mit Eckabkantung, sicher sehr alt und noch ein Rest der
einstmaligen Wegekapelle.
Bis zur Reformation hing in der
Katharinenkapelle in Colberg ein kleines silbernes Bild des heiligen
Leonhard, der nach der Legende auch die zu ihm kommenden Kranken heilte. Es
ist nach 1528 leider verschwunden. Obwohl der Stifter des Bildes daran
gedacht hat, dass Kranke einmal in Colberg Hilfe und Heilung finden würden?
Tatsächlich ist es ja in der Gegenwart so und manch einer mag auch im
hiesigen Kirchlein Heil für seine Seele gefunden haben
Besuchen Sie unsere Kirche und
Gemeinde bei ihren Veranstaltungen.
Sie sind willkommen!
Termine dazu erfahren Sie im Pfarramt.
(siehe oben)
.